ZVEI Produktlebenszyklus und Anlagenlebenszyklus driften in der Automation auseinander
Das Problem verschärft sich: Lebenszyklen von eingesetzten Komponenten, Geräten und Systemen in automatisierten Anlagen und Lebenszyklen der Gesamtanlagen laufen auseinander. Der ZVEI-Arbeitskreis Systemaspekte im Fachverband Automation erstellt unter der Leitung von Dr. Rolf Birkhofer zu diesem Thema derzeit einen Leitfaden für Lieferanten und Kunden.
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Während manche Halbleiter nur wenige Monate produziert und dann abgekündigt werden, ist die Laufzeit von Automatisierungsanlagen dagegen deutlich länger – je nach Branche mehrere Jahre wie im Automobilbereich oder sogar Jahrzehnte wie bei verfahrenstechnischen Anlagen in der Chemie. Trotz der erheblichen Differenzen zwischen Anlagen- und Produktlebenszyklus muss der Betrieb der Gesamtanlage sowohl funktional als auch unter ökonomischen Gesichtspunkten über die bestehende Anlagenlaufzeit gewährleistet werden.
Ersatzteile und Wartung betroffen
Das wirkt sich auf die Lieferfähigkeit von Automatisierungsprodukten, die Verfügbarkeit von Ersatzteilen und die Durchführung notwendiger Wartungszyklen aus. Betroffen sind davon auch Hard- und Software sowie Dienstleistungen und letztlich auch die Geschäftsmodelle zwischen Planern, Komponentenlieferanten, Herstellern von Automatisierungstechnik und deren Kunden.
Globale, rechtliche und technische Einflüsse, die Anforderungen der Nutzer an höhere Funktionalität und Effizienz sowie der Einfluss der IT-Technologien in der Automatisierung wirken dabei wechselseitig.
Der Leitfaden, den der Arbeitskreis Systemaspekte gegenwärtig erstellt, versucht die in diesem Zusammenhang genutzten Begriffe, Rollen und Anforderungen zu analysieren und in ein allgemein anwendbares Modell für den Lebenszyklus von Automatisierungskomponenten und –systemen einzuordnen.
ZVEI auf der Hannover-Messe 2009: Halle 11, Stand C33
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