Weidmüller Profinet-Roboterverkabelung in Kupfer- oder Lichtwellenleiter-Technik

Weidmüller präsentiert auf der Hannover-Messe 2011 ein durchgängiges Installationssystem für die Übertragung von Energie, Signale und Daten im Automobilbau gemäß den Anforderungen der AIDA (Automatisierungsinitiative Deutscher Automobilhersteller). Das Installationssystem kann sowohl in Kupfer- oder Lichtwellenleiter(LWL)-Technik ausgeführt sein.

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Es ist durchgängig für die Roboterverkabelung konzipiert und besteht aus aktiven und passiven Steckkomponenten sowie Zubehör. Dies soll die Verbindung vom Schaltschrank bis in den Roboterkopf ermöglichen. „Die Komponenten entsprechen der Verkabelungsrichtlinie für Profinnet beziehungsweise Ethernet/IP“, berichtet Simon Seereiner, Produktmanager bei Weidmüller in Detmold. Die Anwender in der Automobilindustrie reduzieren mit ihnen den Montageaufwand um rund 50%.

Höhere Datenmengen erfordern Lichtwellenleiter im Roboter

Bisher wurden die Schlauchpakete – vom Roboterfuß zu Achse 3 und von Achse 3 zum Roboterkopf – mit Kupferleitungen ausgeführt. Doch die Forderung in der Automation nach immer höheren Datenmengen bei gleichzeitiger Immunität gegenüber elektromagnetischen Einflüssen führen dazu, dass vermehrt Lichtwellenleiter auf Basis von polymeroptischen Fasern (POF) Verwendung finden.

„Deshalb haben wir gleich bei der Konzeption unserer IE-Steckverbinder mit Steadytec-Technik ein durchgängiges Plattformkonzept für die Kupfer- und LWL-Verkabelung realisiert“, erläutert Seereiner weiter. Dem Anwender werde somit freigestellt, in welcher Technologie er seine Installation ausführt.

Profibus-Nutzerorganisation spezifiziert neue Lichtwellenleiter-Technik

Vertraut er beispielsweise auf POF-Lichtwellenleiter, dann kann er mit dem „Freecon-Active-Repeater“ seine LWL-Verkabelung diagnostizieren. Damit können erstmals in Echtzeit die genauen Dämpfungsverluste auf der gesamten LWL-Übertragungsstrecke diagnostiziert werden.

Die neue Technik wurde für Profint durch die Profibus-Nutzerorganisation spezifiziert. „Der entscheidende Vorteil ist, dass erstmals exakt ermittelt werden kann, zu welchem Zeitpunkt genau ein Roboter-Schlauchpaket ausgetauscht werden muss“, erläutert Seereiner abschließend.

Weidmüller Interface auf der Hannover-Messe 2011: Halle 11, Stand B 60

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