Zerspanungstechnik

Prozesssicheres Fräsen von Wabenstrukturen

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Unterschiedliche Profile für verschiedene Werkstoffe

Mit dem neuen Werkzeugprogramm werden beispielsweise für pyramidenverzahnte Fräser drei unterschiedliche Profile der Verzahnung angeboten. Ein feines Profil für Faserkunststoffe mit hohem Faseranteil, ein Profil für weiche Materialien mit Klebeneigung und ein grobes Profil für Sandwichmaterialien und Schäume. Weiterhin wurden Werkzeuge speziell für die Zerspanung von Werkstoffen mit Aramidfasern sowie besonderer Sandwichmaterialien, Grafite und GFK/CFK-Werkstoffe in das Programm aufgenommen.

Eine zusätzliche Erweiterung bilden Fräswerkzeuge für Honeycomb-Wabenverbundwerkstoffe. Diese Wabenverbundwerkstoffe (WVW) mit sehr günstigem Gewicht-Steifigkeits-Verhältnis sind inzwischen weit verbreitet im Flugzeug-, Fahrzeug- und Bootsbau sowie in der Architektur. Der Aufbau der Platten entspricht den Waben eines Bienenstocks: viele sechseckige Zellen mit Deckplatten auf Ober- und Unterseite.

Wabenstrukturen aus Aluminium und Papier als gängigste Variante

Inzwischen werden verschiedenste Werkstoffe von Papier über Faserkunststoffe bis hin zu Superlegierungen in dieser Form verarbeitet.

Eine der gängigsten Varianten sind Wabenstrukturen aus Aluminium und Papier. Weil sich diese vielfältig weiterverarbeiten lassen, stellen sie einen guten Kompromiss aus Gewichtseinsparung, Steifigkeit und Verarbeitung dar. Bei der Bearbeitung von WVW muss eine hohe Oberflächengüte mit engen Fertigungstoleranzen erreicht werden. Grataufwurf und zerstörte Waben vermindern die Haftung zwischen Deckplatten und Wabenkern stark.

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