Kühlschmierstoff-Konzepte

Punktgenauer Kühlstrahl erzielt beste Wirkung

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Auch die Frage der Arbeitssicherheit sei von unabhängiger Stelle noch nicht betrachtet worden. Zwar könne über entsprechende Sensoriken die Sicherheit der Arbeiter gewährleistet werden, eine Richtlinie zum Umgang mit CO2 in der spanenden Fertigung, wie sie von den Großkunden häufig gefordert werde, existiere jedoch noch nicht. „Wir planen derzeit ein Konsortialprojekt zusammen mit Endkunden, Maschinenherstellern, Systemlieferanten, Gaslieferanten und einem Institut, das sich mit dem Thema Arbeitssicherheit und dem entsprechenden unabhängigen Gutachten befassen wird”, sagt der Walter-Manager.

Nachrüstung ist in vielen Fällen möglich

Schließlich gehe es auch noch um die Verfügbarkeit der CO2-Technologie bei den unterschiedlichen Maschinenherstellern. Jeder Kunde habe seinen Maschinenpark, jedoch verfüge nicht jeder Maschinenhersteller über die Technologie. „Obwohl die Nachrüstung in vielen Fällen möglich ist, wird die CO2-Technologie vorwiegend im Rahmen von Neu­anschaffungen diskutiert”, berichtet Schaarschmidt. Die Mehrkosten für die Modifikationen würden bei schätzungsweise etwa 50.000 Euro liegen.

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Ebenfalls bereits interne Versuche zur kryogenen Zerspanung hat Grob durchgeführt und dazu eine Prototypenmaschine aufgebaut. Wie Geschäftsführer Nahl erklärt, gibt es jedoch aktuell zu wenige gezielte Nachfragen von Kunden. „Sollte es in größerem Maße Anfragen geben, wird Grob die Fertigung einer kryogenen Maschine erneut betrachten. Die bisherigen Versuche haben aber keine wirtschaftlichen Vorteile durch die kryogene Zerspanung erkennen lassen.” Auch bei Sandvik reagiert man zurückhaltend: „Die kryogene Kühlung hat ihre Berechtigung beim Zerspanen spezieller Materialien, eine flächendeckende Ausbreitung ist eher nicht zu erwarten”, so Christoffel.

Alle Möglichkeiten für den Bediener einfach kombinieren

Während der Anwender bei der Kühlung also durchaus die Qual der Wahl hat, müssen die Hersteller von Maschinen und Werkzeugen Lösungen bereitstellen, die den verschiedenen Konzepten gerecht werden. „Für den Maschinenhersteller ist die Herausforderung, alle Möglichkeiten für den Bediener einfach zu kombinieren und zu einem guten Preis-Leistungs-Verhältnis anzubieten”, urteilt Haas-Manager Thing. „Bei uns kann der Kunde die verschiedenen Optionen einfach zusammenstellen und da alle Lösungen von Haas Automation entwickelt und hergestellt werden, liegt die Gesamtverantwortung für das ganze System in einer Hand.” MM

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