Hennecke PUR-Sandwichelemente zur Dämmung von Fertighäusern

Redakteur: Josef-Martin Kraus

Während hierzulande viele Fertighäuser noch klassisch mit Mineralwolle und Kork gedämmt werden, erfolgt die Gebäudeistolierung in Großbritannien mit Polyurethan-Sandwichelementen. Dieser Trend „schwappt“ nun langsam, aber sicher auch nach Deutschland über.

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Anlage zur Herstellung von Polyurethan-Sandwichelementen. Die Hochdruck-Dosiertechnik wurde von Hennecke Dosiertechnik konzopiert. Vom Partner Auto-RIM stammt die Presse. (Bild: Hennecke)
Anlage zur Herstellung von Polyurethan-Sandwichelementen. Die Hochdruck-Dosiertechnik wurde von Hennecke Dosiertechnik konzopiert. Vom Partner Auto-RIM stammt die Presse. (Bild: Hennecke)

Die Scotframe Limited, ein schottischer Anbieter von Fertighäusern in Holzrahmenbauweise, stellt Panelen aus Polyurethan her, um den Energieverbrauch seiner Häuser drastisch zu reduzieren. Lizenzinhaber für diese speziell gedämmten Häuser ist die britische Supa Wall Limited, die ihr Know-how bei Technologietransfer zur Verfügung stellt. Der Technologietransfer beinhaltet nicht nur die Panelenherstellung, sondern auch eine Analyse der Gebäudestruktur und technische Berechnungen.

Hennecke liefert Mischteil für PUR-Verarbeitungsanlage

Für die Herstellung der PUR-Sandwichelemente hat die Hennecke GmbH, St. Augustin, ein Hochdruck-Dosiersystem konzipiert und an die britische Vertretung Auto-RIM geliefert. Dieser Nassteil umfasst die Dosiermaschine (Serie HK ab 650) für das Polyurethan, die Dosiertechnik für das Treibmittel Pentan sowie den handgeführten Mischkopf MXL mit Umlenkung und Luftreinigung. Mischköpfe (Typ MXL). Aufgrund der Handführung des Mischkopfs ist die Anlage besonders für schwer zugängliche Stellen und die diskontinuierliche Fertigung geeignet.

Das britische Partner Auto-RIM fertigt nicht nur Pressen für die diskontinuierliche Herstellung von PUR-Sandwichelementen, sondern ist auch Spezialist für die Systemintegration. So hat der Hennecke-Partner die Komplpettanlage inklusive des Nassteils von Hennecke bei Scotframe im schottischen Aberdeenshire in Betrieb genommen.

PUR-Sandwichpaneele verbessern Gebäudeisolierung

Für Sandwichpanelen aus Polyurethan zur Gebäudeisolierung sprechen laut Hennecke die die erhöhten Ansprüche an die Wärmedämmung sowie die steigenden Baukosten. Polyurethan-Sandwichpanele ermöglichten eine einfache und schnelle Installation sowie eine bessere Isolierung als Mineralwolle oder Kork. Dazu kommt eine steigen Anzahl an Sandwichpanel-Produktionsstätten vor Ort. Dadurch sinken die Transportkosten.

Als Dämmstoff ist Polyurethan besser als Mineralwolle, weil es zwischen den Deckflächen eine vollständige Verbindung eingeht und verklebt werden kann. Außerdem sind die die Zellen des geschäumten Kunsttoffs geschlossen. Dadurch kann keine Luft zirkulieren.

Schimmel mit PUR-Sandwichpaneelen vermeiden

Aufgrund der geschlossenen Zellen, minimiert Polyurethan-Sandwichpaneelen den Feuchtigkeitsdurchtritt. Kondensat bildet sich höchstens an den Außenflächen – und dies laut Hennecke in sehr geringem Umfang im Gegensatz zur Mineralwolle, bei der sich in der Isolierung Wasser niedersetzt, das die Isolierung beeinträchtigt und eine Keimzelle für Bakterien und Schimmelpilze bildet.

Auch in puncto Materialermüdung und physikalischer Zersetzung schneiden Polyurethan--Sandwichelemente besser ab als Paneele, die mit Mineralwolle gefüllt sind. Außerdem gibt es gibt es bei Polyurethan im Gegensatz zur Mineralwolle keine Luftbewegungen, weil das Isolierungsgas gebunden ist.

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