Pelletproduktion Pusch nimmt neuartige Pellettieranlage in Betrieb

Redakteur: Jürgen Schreier

Im Rahmen einer Feierstunde nahm Bundeswirtschaftsminister Rainer Brüderle in die Pelletieranlage PM 6-28 der Firma Pusch in Marienrachdorf in Betrieb – eine Maschine, die mit ihrer Verarbeitungstechnologie neue Maßstäbe in der Pelletproduktion setzen will und für die international gute Marktchancen gesehen werde.

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Nach mehreren Jahren Entwicklungszeit ist es soweit: Die Pelletieranlage PM 6-28 der Marienrachdorfer Pusch AG, eines Spezialisten für Mischpellets aus land- und forstwirtschaftlichen Rohstoffen und Nebenprodukten für die Strom- und Wärmeerzeugung hat Marktreife. Am vergangenen Freitag wurde sie von Bundeswirtschaftsminister Rainer Brüderle in Betrieb genommen.

Die Pelletieranlage vereint in sich zwei technologische Neuheiten. Zum einen kann sie Biomasse aus unterschiedlicher Zusammensetzung aus land- und forstwirtschaftlichen Rohstoffen und Nebenprodukten zu Pellets verarbeiten. Bisher bestanden Pellets in der Regel aus Holz beziehungsweise Holzabfällen.

Pelletanlage verarbeitet Biomasse unterschiedlicher Zusammensetzung

Zum anderen hat die Forschungsabteilung der Pusch AG den Jumbo-Mischpellet Agrarstick entwickelt, einen Pellet mit einem Durchmesser von mehr als 12 mm, in dem diese unterschiedliche Biomasse kombiniert werden kann. Denn die Biomassevorkommen können von Region zu Region unterschiedlich sein. Mit dem Agrarstick kann das größtmögliche Biomassepotential einer Region genutzt und ausgeschöpft und neben Holz und Holzabfällen können nun auch Stroh oder Miscanthus verarbeitet werden.

Dieser neue Pellet ist durch seine hohe Energiedichte, seinen geringen Lagerplatzbedarf und seine sehr gute Transportfähigkeit insbesondere für Gewerbe und Industrie die ideale Alternative zum klassischen Hackschnitzel und kann nun industriell durch dieses neue Maschinensystem hergestellt werden. In Zusammenarbeit mit dem DBFZ wurde ein Konzept für die Markteinführung entwickelt.

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