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„Das System ist ein Prozessoptimierer“, ergänzt Baum, „da muss der Messvorgang schneller, effizienter und gründlicher vonstattengehen.“ 99 Messmerkmale eines Bauteils können geprüft werden. „Vor allem geschieht der Messvorgang unabhängig vom Benutzer“, betont er. Denn ansonsten kommt es bei einem Handmessmittel trotz durchaus exakter Handhabung zu Schwankungen im Hundertstelbereich. Die unterschiedlichen Messgenauigkeiten sind auch Loga bewusst. „Kein Mitarbeiter will schlechte Teile produzieren“, betont der Unternehmenschef, „also misst er auch entsprechend, und wenn man etwas nicht kann, dann versucht man doch, die Fehler möglichst zu verstecken. In der Folge könnten auch schlechtere Teile durchrutschen.“ Die Messung richtet sich entweder nach einer Konstruktionszeichnung im CAD- beziehungsweise dxf-Format oder nach einem Referenzbauteil.
Intuitiv die Messung mit wenigen Klicks einrichten
Zur Erkennung von Kanten überprüft die Standardeinstellung 100 Punkte und errechnet dann die Abweichung. Linien, Kreise oder Konturen werden mit der Methode der kleinsten Quadrate erkannt. Gratbildung und Verschmutzung können automatisch erkannt oder ausgeschlossen werden. Das alles passiert einfach und schnell innerhalb von Sekunden per Knopfdruck. Die Softwareoberfläche ist intuitiv bedienbar. Zum Einrichten der Messung sind wenige Klicks ausreichend.
Hat sich dies auch in der Praxis bewährt? „Durchschnittlich dauert es zwischen 20 min und einer Stunde, bis der Messprojektor programmiert ist“, bestätigt Loga. Selten werden Fertigungszeichnungen verwendet, meistens dient das erste produzierte Bauteil als „Master“. Für Nachbehandlungen wie Schleifen oder Galvanik wird die entsprechende Schichtdicke berücksichtigt.
„Wir bewerten eine Investition danach, ob sie genutzt wird“, schildert Loga die eigene Kosten-Nutzen-Rechnung. Bei dem digitalen Messprojektor von Keyence ist das Ergebnis eindeutig. „Die Mitarbeiter standen Schlange“, freut sich der Chef über die Bestätigung seiner Investition. „Wir haben auch das Konturmessgerät einer anderen Firma, aber das können nur wenige bedienen.“ Bei den vorherigen Lösungen musste der Werker manuell die Messlinien legen. Jetzt wird das entsprechende Programm aufgerufen und die Messung vorgenommen. Sollte für ein neues Bauteil noch kein Messprogramm vorliegen, dann drängeln die Kollegen den Qualitätsmanager schon bald, ein passendes zu erstellen. Die Freude an der Nutzung ist so groß, dass auch der schwäbische Tüftlersinn zum Vorschein kommt. Üblicherweise lässt sich die Bohrtiefe nicht messen, jedoch gelang der Trick mit einer Eigenentwicklung von Loga, obwohl diese Funktion eigentlich von Hause aus nicht vorgesehen ist.
Wichtiger als der Preis sei der Nutzen, betont Loga: „Bei dem digitalen Messprojektor gibt es wenig Schulungsbedarf, das Gerät wurde aufgestellt und es hat funktioniert.“ Und was nicht nur das schwäbische Herz, sondern jeden kaufmännischen Verstand erfreut: „Die Softwareupdates und -upgrades sind im Preis inbegriffen“, betont Keyence-Vertreter Baum. Damit erhält der Käufer Kalkulationssicherheit. „Bei Bedarf unterstützen wir auch gerne bei der Aufstellung einer Amortisationsrechnung für die Beantragung des Messmittels oder führen Messsystemanalysen durch. Nicht selten werden Amortisationszeiten von weniger als zwei Jahren erreicht.“
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