Messtechnik

Qualitätssicherung beim 3D-Druck

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Hohe Kameradynamik war entscheidend

Ausschlaggebend für die Auswahl der pco.edge als „Infrarot-Auge“ des Monitoring-Systems waren die Leistungsmerkmale der Kamera. Weil der Laserspot während des Schweißvorgangs jeweils auf wenige Mikrometer begrenzt ist und die Indikationen teilweise sehr klein sind, benötigt EOS eine sehr hohe Auflösung. Eostate Exposure OT arbeitet mit etwa 130 µm pro Pixel bei 2560 × 2160 Pixel. Auch bei der Dynamik stellte die Anwendung hohe Anforderungen an die Leistungsfähigkeit der Kamera.

Dazu Geisbauer: „Zwischen einem kalten Spot mit geringer Strahlungsintensität und einem heißen Spot mit hoher Intensität liegt ein sehr großer Unterschied in der Helligkeit, für deren Erfassung die Kameradynamik der entscheidende Parameter ist. Deshalb ist die Dynamik von 1:35.000 ein Hauptargument für die Wahl der pco.edge gewesen.“ Hinzu kommt, dass die Maschinen in der Praxis mit unterschiedlichen Materialien genutzt werden. Das vergrößert den benötigten Dynamikbereich, denn ein Prozess mit Stahl läuft erheblich intensiver ab als einer mit Aluminiumpulver.

Die pco.edge erfüllt die hohen Anforderungen von EOS mit ihrem leistungsfähigen sCMOS-Sensor (sCMOS: scientific Complementary Metal Oxide Semiconductor), der von PCO mitentwickelt wurde. Darüber hinaus konnte das bewährte Produkt des niederbayerischen Spezialisten für Hightech-Kameras PCO mit seinem günstigen Formfaktor überzeugen, so Geisbauer: „Den Platz unter der Haube der M 290 wollen unsere Kunden möglichst effektiv nutzen, deshalb freuen wir uns, dass die pco.edge kleiner ist als andere sCMOS-Kameras.“

Positive Reaktionen der Pilotkunden

Erste Erfahrungen zeigen: Auch bei den Kunden kommt das Qualitätssicherungssystem mit der PCO-Kamera gut an. So konnte EOS bei der Präsentation des Systems Eostate Exposure OT auf der Fachmesse Formnext reges Besucherinteresse verzeichnen. Geisbauer: „Unsere Auftragsbücher sind voll und die Pilotkunden sind begeistert von den neuen Möglichkeiten der Qualitätskontrolle bei der Additiven Fertigung mit unseren Maschinen. Wir arbeiten bereits daran, den Katalog der Indikationen auszuweiten und die Detektion stärker zu automatisieren.“

PCO, gegründet 1987, ist einer der führenden Hersteller von wissenschaftlichen Kameras. Das Portfolio umfasst digitale Kamerasysteme mit hoher Dynamik, hoher Auflösung und niedrigem Ausleserauschen, welche international sowohl in wissenschaftlichen als auch in industriellen Anwendungen eingesetzt werden.

Der aktuelle weite Bereich von spezialisierten Kamerasystemen ist das Ergebnis von technischer Herausforderung und produktspezifischem Know-how. Ein Design aufgrund modernster Technik, ein hoher Standard in der Fertigung und strikte Qualitätskontrollen garantieren die hohe Zuverlässigkeit der Kamerasysteme. MM

* Uwe Küll ist freier Journalist in München; weitere Informationen: PCO AG, 93309 Kelheim, Tel. (0 94 41) 20 05 0, info@pco.de

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