Dichtungselemente Radialdichtungen für statische Abdichtungen bei hohen Drücken

Autor / Redakteur: Fabio Bueti / Dipl.-Ing. (FH) Reinhold Schäfer

Die statische Radialdichtung HS weist im Vergleich zum bisherigen Industriestandard für statische Abdichtungen bei hohen Drücken – der Kombination von O-Ring und Stützring – einige Vorteile auf. Sie zeichnet sich durch vereinfachte Montage, höhere Dichtheit bei Druckpulsationen und längere Standzeiten aus.

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Auch Druckpulsation oder Schmutzeinwirkung widersteht die HS-Dichtung.
Auch Druckpulsation oder Schmutzeinwirkung widersteht die HS-Dichtung.
(Bild: Parker)

O-Ring-/Stützringkombinationen galten bislang als Industriestandard für statische Anwendungen bei hohen Drücken, zeigen in der Praxis aber mitunter Schwächen bei der Montage und in der Anwendung. So werden Standard-O-Ringe beim Einbau oft verdrillt und die Stützringe nicht lagerichtig montiert oder bei der Montage beschädigt. Auch bei Druckpulsation und Schmutzeinwirkung kann diese Dichtkombination gewisse Schwächen aufweisen.

All dies ist bei der Ultrathandichtung HS von Parker nicht der Fall (Bild 1). Dank der stabilen, symmetrischen Dichtungsgeometrie und Verwendung besonders extrusionsbeständiger Parker-Prädifa-Polyurethanwerkstoffe wird nicht nur die Montage vereinfacht, sondern auch die Dichtheit bei Druckpulsationen erhöht, wodurch sich die Standzeit deutlich erhöht. Typische Anwendungsbereiche sind Hydraulikventile, Hydraulikzylinder, Werkzeugmaschinen und Spritzgussmaschinen sowie generell alle radial abzudichtenden statischen Dichtstellen.

Extreme Dichtheit und Extrusionsbeständigkeit

Bild 2 zeigt die Ergebnisse der Finite-Elemente-Berechnungen am Profil HS in zwei Betriebszuständen, und zwar im eingebauten Zustand bei Raumtemperatur, drucklos (a) und nach Druckbeaufschlagung von 600 bar und Erwärmung auf 60 °C (b), jeweils bei reduziertem Spaltmaß.

Die Farbskala zeigt die Spannungen in der Dichtung in radialer Richtung. Die Länge der senkrechten Linien auf der Kontaktfläche zwischen Dichtung und Einbauraum stellt die Höhe der dort wirkenden Flächenpressung beziehungsweise Dichtpressung dar.

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