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Rasante Fügetechnik kombiniert Laser- und MIG/MAG-Schweißen

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Und so geht's in der Praxis beim Laserhybrid-Schweißen:

Beim Laserhybrid-Schweißen erhitzt ein Laserstrahl zunächst die Oberfläche des Bauteils und erzeugt einen tiefen, schmalen Einbrand, heißt es. Der Lichtbogen bilde dann ein breites Schmelzbad aus, was für eine hervorragende Spaltüberbrückbarkeit sorgen soll. Gleichzeitig bringe das eine hohe Einbrandtiefe mit sich. Das Kernstück des Schweißsystems sei der kompakte Laserhybrid-Kopf mit integriertem MIG/MAG-Schweißbrenner und eingebauter Laseroptik. Für Anwendungen wie zum Beispiel in der Automobilindustrie, im Schiffs- oder im Pipelinebau, stehen unterschiedliche Schweißköpfe zur Verfügung, wie Fronius anmerkt. Die Anbindung des Laserhybrid-Kopfes an einen Industrieroboter erfolge über eine Roboteraufnahme. Dieses Idee erlaubt eine flexible Anordnung des Laserhybrid-Kopfes, sodass auch schwer zugängliche Bauteilabschnitte erreichbar sind, wie Fronius erklärt. Der Schweißdraht ließe sich im Hinblick auf den Laserstrahl in alle Richtugen einstellen. Das ermögliche eine exakte Abstimmung des Fügeprozesses auf die vielfältigen Nahtvorbereitungen, Leistungen, Drahtarten, Drahtqualitäten und Fügeaufgaben.

Schweißen mit bis zu 8 m/min

Durch die Wechselwirkung zwischen MSG- und Laser-Schweißen entsteht ein sehr stabiler Schweißprozess mit einem hohen thermischen Wirkungsgrad. Das Verfahren eignet sich bestens für die Serienproduktion im Dünnblechbereich – beispielsweise in der Automobilbranche. Darüber hinaus ist das Verfahren auch für Anwendungen im Dickblechbereich, bei dem deutlich weniger Lagen benötigt werden – etwa dem Schiffbau – eine geeignete Lösung. Laserhybrid ermöglicht das automatisierte Fügen unterschiedlicher Aluminium- und Stahlteile in einer Geschwindigkeit bis maximal 8 m/min und in erstklassiger Qualität. Anwender profitieren vor allem durch erweiterte Schweißmöglichkeiten sowie einen geringeren Aufwand für die Nahtvorbereitung. Darüber hinaus seien die Ergebnisse nahezu fehlerfrei. Anwender müssten die Naht damit nur noch selten aufwändig und zeitintensiv nacharbeiten. Ein weiteres Plus: Die Nutzer könnten auch Kanten verschweißen, die durch Plasmaschneiden, Schlagscherenschnitt oder Brennschneiden entstanden sind. Damit trägt Laserhybrid-Schweißen dazu bei, die Produktions- und Betriebskosten erheblich zu reduzieren, so Fronius.

Noch ein Tipp in Sachen Fronius-Expertise:

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