Brandschutz

Regalbediengeräte bannen Brandgefahr im Hochregal

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Zurzeit bearbeiten im neu entstandenen Lager drei Mitarbeiter rund 300 Transportaufträge am Tag. Bis Ende 2011 strebt Knorr jedoch eine Verdopplung des Durchsatzes an und wird darüber hinaus Produktion und Lager mit einem automatischen Fördersystem verbinden.

Pufferlager mit innovativer Sicherheitstechnik schützt Produkte und Mitarbeiter vor Feuer

Bei einer Anlage dieser Größe schreiben viele Versicherungen die Installation einer Feuerlöschanlage vor. Für dieses Lager hat Knorr-Bremse die neue Kardex Remstar Fire Solution gewählt. Herkömmliche Sprinkleranlagen und Gaslöschanlagen richten während des Löschvorgangs häufig unverhältnismäßig großen Schaden bei empfindlichen Lagergütern an.

Bei Knorr-Bremse etwa würde Löschwasser die elektronischen und pneumatischen Bauteile zerstören. Mit hohem Druck eingeleitetes Gas wiederum könnte die sensiblen Kleinteile mit hohen Geschwindigkeiten durch die Anlage schleudern.

Düsen dämmen entstehende Brände schnell ein

Das neue System hingegen bietet eindeutige Vorteile: In einem Abstand von je 5 cm befinden sich über die gesamte Höhe der Shuttles verteilt mehrere Hundert Düsen (Bild 2), die das Gas mit einem geringen Druck von 4 bar direkt in die Lagereinheiten leiten. Herkömmliche Gaslöschanlagen arbeiten mit gerade einmal vier bis sechs Düsen und einem Druck von 40 bis 60 Bar. Mit der Kardex-Remstar-Lösung sinkt der Sauerstoffgehalt der Luft schnell unter 8,8 Vol.-% und ein Brand wird zuverlässig innerhalb von ein bis zwei Minuten gelöscht.

Darüber hinaus war es bisher zwingend, die Shuttles bei Einbau einer Gaslöschanlage möglichst luftdicht zu verschließen. Da das neue System jedoch das Gas über das gesamte System verteilt abgibt, ist eine Versiegelung nicht mehr nötig, um das Ersticken des entstehenden Brandes bis in den letzten Winkel zu garantieren.

Brandlöscher Inertgas lässt sich schnell entsorgen

Zur Löschung verwendet Kardex Remstar sogenanntes Inertgas. Dieses enthält Stickstoff, Kohlenstoffdioxid und Argon in einer ähnlichen Konzentration wie Luft. Einzig der brandfördernde Sauerstoff fehlt in dem Gemisch. Daher ist auch die Entsorgung des Gases nach der Löschung simpel: Die Feuerwehr öffnet sämtliche Tore und Öffnungen in Lager und Shuttle und nach einer halben bis Dreiviertelstunde befindet sich wieder genügend Sauerstoff im Lager, sodass die Mitarbeiter bedenkenlos an ihren Arbeitsplatz zurückkehren können.

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