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Nehmen Endkunden mit Sonderverträgen Mehrleistungen in Anspruch, so wirkt sich dies direkt auf den örtlichen Energieversorger aus. Fährt nun ein Endkunde, wie beispielsweise eine Härterei, eine Leistungsspitze in das Netz der Stadtwerke, so müssen diese die Leistungsspitze von einem Großkraftwerk zusätzlich anfordern.
Strom-Leistungsspitzen verursachen hohe Kosten
Auch wenn dies nur einmal im laufenden Kalenderjahr geschieht, müssen die Stadtwerke die Leistung so bezahlen, als würde die Energieleistung täglich benötigt. Die erhöhten Kosten werden selbstverständlich an den energieintensiven Endkunden weitergereicht. Aus diesem Grund ist es für Produktionsbetriebe in einem hohen Maß von Bedeutung, die auftretenden Leistungsspitzen in Zukunft über das gesamte Kalenderjahr dauerhaft zu vermeiden.
Padicon ist eine Verfahrenstechnik zur energiegeführten Produktionsplanung. Die von der Dr. Tanneberger GmbH entwickelte Parallel-Differenzstrom-Regelung ermöglicht die direkte Kommunikation zwischen dem Optimierungsrechner, welcher die Vorraussetzung für die Padicon-Regelung ist, und dem Prozessrechner des zu optimierenden Prozesses mittels einer Field-Point-Steuerung.
Die Verständigung zwischen diesen beiden Hauptrechnern erfolgt über insgesamt bis zu drei getrennte Prozessrechner-ebenen. Der Padicon-Prozessrechner vergleicht ständig die Strukturmuster der momentanen Lastprofile der Kundenanlage.
Nach ein bis drei Arbeitszyklen der Anlage hat der Rechner ein genaues Abbild der Lastprofile abgespeichert und in seine Regelstrategie einbezogen. Nun greifen Synchronisation und hinterlegte Datenbilder ineinander.
Parallel-Differenzstrom-Regelung ermöglicht höheren Ausstoß bei gleichem Energieverbrauch
Durch den Einbau einer Parallel-Differenzstrom-Regelung ist es möglich, eine Erhöhung des Fertigungsausstoßes bei gleich bleibendem Energieverbrauch durchzusetzen. Damit einhergehende Senkungen der Energiekosten haben auf längere Sicht Bestand. Ein lückenloses Monitoring sorgt ständig für eine transparente Darstellung des Energieverbrauchs.
Die nötigen Bedingungen, um die Parallel-Differenzstrom-Regelung Padicon optimal einsetzen zu können, sind vergleichsweise gering. Grundvorrausetzung ist ein betriebliches LAN (Lokales Datennetz), über das sämtliche Kundenanlagen mit dem Prozessrechner verbunden sind. Weiterhin wird ein PC mit Serverfunktion benötigt.
Über das betriebliche Datennetz können zudem Verbindungen zu einem Bedarfsmonitor an der jeweiligen Anlage, zu jedem innerbetrieblichen PC sowie zum Festnetz des Telefonanbieters hergestellt werden. Gerade der letzte Punkt hat bei der Fernwartung eine große Bedeutung.
Nutzer einer Parallel-Differenzstrom-Regelung konnten in den vergangenen Jahren ihre Leistungsspitzen dauerhaft ausschalten, woraus durch eingesparte Energiekosten sowie einen ansteigenden Fertigungsausstoß eine erhöhte Wettbewerbsfähigkeit resultierte.
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* Dr. Ralf Tanneberger ist Geschäftsführer der Dr. Tanneberger GmbH in 01445 Radebeul
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