Oberflächentechnik

Reibräder bringen Großgetriebe beim Lackieren in Fahrt

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Heute hat SEW-Eurodrive insgesamt zwölf Fertigungswerke sowie 67 Service- und Montagezentren in 47 Ländern – mit 13 000 Mitarbeitern. Damit zählt man weltweit zu den größten Herstellern im Bereich der elektrischen Antriebstechnik. Abnehmerbranchen sind unter anderem die Automobil-, Bauartikel- und Verpackungsindustrie, die Antriebssysteme zum Beispiel für Montagelinien, Regalbediengeräte, Abfüll- und Förderanlagen benötigen.

Komplettanlage zum Lackieren der Großgetriebe ist zweigeteilt

Die Komplettanlage zum Lackieren der Großgetriebe ist zweigeteilt. Sie umfasst zwei parallele Lackierstraßen mit rund 34 m Länge, inklusive Be- und Entlademanipulatoren, Lackierkabine, Abdunstkabine und Zweikammertrockner. An drei Aufgabeplätzen werden die Getriebe je nach Größe einzeln oder zu mehreren in die Transporttraversen gehängt, auf das Niveau der Laufschiene gehoben und an den zentralen Verteilmanipulator vor der Lackieranlage übergeben.

Dieser Manipulator fährt die Teile zu einer der beiden Lackierkabinen am Beginn der beiden Lackierstraßen. Der komplette Transport – auch in den Lackierkabinen und Trocknerkammern – erfolgt automatisch via Reibradantrieb. Weil die Reibräder einzeln steuerbar sind, kann im Gegensatz zu einem zusammenhängenden Power-&-free-Förderer in jedem Anlagenteil die Fahrgeschwindigkeit beliebig gewählt werden. Sie lässt sich damit den Prozessen Lackieren und Trocknen anpassen. Voraussetzung dafür ist eine Steuerung mit SAP-Anbindung, die von Vollert entwickelt wurde.

Zwei Manipulatoren mit Laufschienen übernehmen das Be- und Entladen

Nach dem Lackieren und Trocknen übernimmt ein zweiter, baugleicher Verteilmanipulator die Warenträger und fährt diese auf parallel angeordnete Pufferplätze zum Abkühlen und Austrocknen. Vier Schienenstränge mit 24 Pufferplätzen in Form eines Durchlaufspeichers sind dafür vorhanden (Bild 3). Die parallele Anordnung ermöglicht ein äußerst platzsparendes Anlagenlayout und kommt ohne Weichen oder kreisförmige Laufschienen aus. Insgesamt beträgt die Stellfläche der Gesamtanlage etwa 20 m × 55 m.

Die beiden Verteilmanipulatoren mit etwa 3,5 m Spannweite sind für das Be- und Entladen der Anlage verantwortlich – auf der gesamten Breite von 20 m, weshalb sie mit jeweils zwei Laufschienen ausgestattet sind. So kann in einem Arbeitsgang ein voller und ein leerer Warenträger zur Rückführung aufgenommen werden. Aufgrund der Reibradtechnik wird der Spalt zwischen der Stahlkonstruktion und der Trocknerkabine überbrückt, so dass sich die Tore der Kabinen komplett schließen lassen.

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