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Im Falle einer Mehrfachlackierung erfolgt der Rücktransport der Großgetriebe an der Lackieranlage vorbei zum ersten Verteilmanipulator, der das erneute Einschleusen in die Lackierstraßen übernimmt. Die Fahrbahn für die Rückführung der leeren Warenträger vom Versand zum Beginn der Anlage ist raumsparend unter der Decke über dem Pufferspeicher angebracht. Die Lackieranlage ist direkt vor dem Versand positioniert.
Das ermöglicht, die bereits komplett fertiggestellten und geprüften Großgetriebe nach dem Trocknen ohne Umweg in Transportkisten oder auf Paletten zu senken, festzuzurren und auszuliefern. Die beiden Heber sind dazu mit Wiegevorrichtungen ausgestattet, die das genaue Transportgewicht ermitteln und an die Logistikabteilung weiterleiten (Bild 4).
Förderprinzip mit Reibradantrieb auch bei kurzen Taktzeiten wirtschaftlich
Diese Anlage zeigt, dass sich das Förderprinzip mit Reibradantrieb nicht nur für extrem schwere Lasten eignet; es ist auch bei niedrigerem Transportgewicht und kurzen Taktzeiten wirtschaftlich. Außerdem ist die Lösung kompakt, erfüllt alle gestellten Anforderungen und ermöglicht mehr Flexibilität als Power-&-free-Förderer und Elektrohängebahnen.
Ein Power-&-free-Förderer benötigt Kettenantriebe, Spannstationen, Stopper sowie elektrische Ein- und Ausschleusweichen. Bei einer Elektrohängebahn schränken die notwendigen Schleifleiter zur Energieübertragung die Anwendung in einer Lackieranlage stark ein. Im Gegensatz zu den beiden Förderern kommt die Ein-Schienen-Hängebahn mit Reibradantrieb in der Umlauflackieranlage von SEW-Eurodrive ganz ohne diese Komponenten aus. Damit ist sie eine Alternative: für den Umlauftransport von Werkstücken bis 50 t.
Jochen Keinath ist Projektleiter bei der Vollert Anlagenbau GmbH + Co. KG in Weinsberg.
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