Hydraulik

Reibschlüssige Hochhalteeinrichtung erhöht die Sicherheit bei Pressen

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Im ausgeschalteten Zustand der Presse ist diese Einheit drucklos. Das heißt: Die beiden Bremsen (A und B) sind geschlossen und die Kupplung (C) ist geöffnet. Der Betätigungskolben (a) drückt durch die Federpakete (b), die mehrmals am Umfang angeordnet sind, das Lamellenpaket (c) zusammen. Aus der Federkraft, dem Reibradius, der Anzahl der Reibflächen sowie dem Reibkoeffizienten resultiert das Drehmoment, das sogenannte Haltemoment.

Bremsen werden beim Einschalten der Presse parallel gelüftet

Beim Einschalten der Presse wird der Einheit durch die Bohrungen (d) Drucköl zugeführt. Die Bremsen werden dadurch parallel gelüftet. Durch weiteren Druckaufbau schließt der Kolben (e) die Kupplung. Dadurch werden die Welle und der Stößel bewegt. Beim Bremsen kann sich der Druck aus den Zylinderräumen wieder über das Pressensicherheitsventil zum Tank abbauen. Die beiden Kolben (a und e) werden über die Federpakete (b und f) wieder zurückgestellt. Die Kupplung (C) wird geöffnet und die zwei Bremsen (A und B) werden geschlossen.

Eine hydraulisch betätigte Kupplungs-Brems-Kombination mit integrierter Hochhalteeinrichtung hat Vorteile für den Pressenhersteller:

  • Aufgrund der integrierten Lösung vergrößert sich der Einbauraum an der Presse im Vergleich zur Standardeinheit aus Kupplung und Bremsen nur geringfügig. Somit ist ein geringer Platzbedarf sichergestellt.
  • Die Anschlussbedingungen für die Welle (Durchmesser, Druck- und Kühlölbohrungen) sowie die Befestigung am Pressenkörper sind wie bei der Standardeinheit. So kann die Einbauart für die Ausführung mit zwei Bremsen beibehalten werden. Die Konstruktionsanpassung bleibt einfach.
  • Das Drehmoment der Bremsen wird über denselben Zahnkranz übertragen und kann wie bisher am Pressenkörper abgestützt werden. Zusätzliche Anbauteile sind nötig.
  • Die komplette Kupplungs-Brems-Kombination (Kupplung, zwei Bremsen) mit integrierter Hochhalteeinrichtung wird von Herion Systemtechnik als montagefertige Einheit geliefert. Sie lässt sich daher – wie die Standardeinheit – an die Presse montieren.
  • Die Ansteuerung erfolgt mit demselben Pressensicherheitsventil wie bei der Standardeinheit. Zusätzliche Steuerungsventile und Überwachungen sind nicht notwendig. Dies bedeutet, dass die Pressensteuerung genau so ausgeführt werden kann wie bisher. Somit bleibt die Ansteuerung einfach.
  • Beim Zubehör (Ölzuführung, Pressensicherheitsventil, Dämpfungsbaustein und Aggregat) sind im Vergleich zur Standardeinheit keine Änderungen erforderlich.

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