Teilereinigung Reinigungsanlage macht auch feinsten Partikeln den Garaus
Anforderungen an die Bauteilsauberkeit werden höher; strenge Restschmutzvorgaben kombiniert mit Kleb- und Beschichtungsfähigkeit sind beispielsweise bei Kaltfließ-Pressteilen keine Seltenheit. Um sie wirtschaftlich und prozesssicher zu erfüllen, setzt ein Hersteller von Teilereinigungsanlagen auf Perchlorethylen.
Anbieter zum Thema

Chlorierte Kohlenwasserstoffe wie Perchlorethylen genießen wie andere Lösemittel unter Umweltschutzaspekten in der Teilereinigung nicht unbedingt den besten Ruf. Dies rührt daher, dass früher offene Reinigungsanlagen weit verbreitet waren. Das hat sich geändert: Die Teilereinigungsanlagen der Karl Roll GmbH arbeiten in geschlossenen Systemen.
Abgestimmt auf die hohen Sauberkeitsanforderungen ist beispielsweise die Medienaufbereitung. Das Lösemittel der beiden Tanks wird zusätzlich zur Vollstromfiltration über eine Bypass-Filtration geleitet. Die Filtration erfolgt in Zu- und Rücklauf durch Doppelfilter. Dies ermöglicht den Filterwechsel ohne Unterbrechung.
Integrierte Lösemittelaufbereitung senkt Stabilisatorverbrauch
Für den Austrag des eingebrachten Öls und Zinkstearats verfügt die Teilereinigungsanlage RWKVS über eine integrierte Lösemittelaufbereitung mit zwei Destillationskreisläufen. Aus dem Sumpf der Serien-Destille wird permanent Zinkstearat-Öl-Lösemittelgemisch in eine Bypass-Destille gesaugt und unter Vakuum auf einen Restgehalt bis circa 3 % Perchlorethylen aufkonzentriert. Der Austrag der ausdestillierten Rückstände erfolgt automatisch. Dies trage dazu bei, dass sich der Stabilisatorverbrauch deutlich reduziert hat.
Für einen abluftfreien Betrieb sorgt die integrierte Prozessluftaufbereitung: Die mit Lösemittel belastete Abluft wird über ein Tiefkühlaggregat mit Temperaturen zwischen –30 und –40°C geführt. Dadurch gelingt es, bis zu 97 % des in der Abluft enthaltenen Lösemittels „abzuscheiden“, bevor sie über die Aktivkohleeinheiten geführt wird. Dies reduziert einerseits die Belastung der Aktivkohle, sodass eine Regeneration seltener erforderlich ist. Andererseits wird das Lösemittel thermisch geringer belastet, was sich positiv auf den Stabilisatorverbrauch und die Standzeit des Reinigungsmediums auswirkt.
Ultraschall und Druckumflutung beseitigen Schmutzpartikel effektiv und schnell
Die effektive und schnelle Abreinigung von partikulären Verunreinigungen wie Flitter wird einerseits durch Ultraschallsysteme mit einer maximalen Leistung von 20 W/l Badvolumen gewährleistet. Andererseits sorgen Druckumflut-Einrichtungen mit 18 bar Maximalleistung für kräftige Turbulenzen, die Schmutz auch aus komplexen Geometrien herausholen. Beim Ultraschall setzt Roll auf Einzelschwinger, die in der Arbeitskammer zielgerichtet auf die zu reinigenden Teile angeordnet sind. Vorteile sind die optimale Wirkung des Ultraschalls sowie der geringe Leistungsabfall beim Ausfall eines Schwingerelements.
(ID:42254066)