Messtechnik Renishaw steigert Umsatz um 39 %
Die Renishaw-Gruppe konnte ihren Umsatz im vergangenen Geschäftsjahr um 39 % steigern. Zu diesem Ergebnis trugen maßgeblich auch Großaufträge aus dem Fernen Osten bei. Wie das Unternehmen ausführt, soll die Strategie der langfristig orientierten Investitionen fortgeführt werden.
Anbieter zum Thema

Messtechnik –us. Die Renishaw-Gruppe hat im abgelaufenen Geschäftsjahr (30. Juni 2015) einen Umsatz von 494,7 Mio. Pfund (etwa 674 Mio. Euro) erwirtschaftet. Dies hat das Unternehmen bekannt gegeben. Im Vergleich zum vorangegangenen Geschäftsjahr ist das ein Umsatzzuwachs um 39 % (355,5 Mio. Pfund).
Wie Sir David McMurtry, Chairman & Chief Executive des Unternehmens erläutert, führten Großaufträge von Kunden aus dem Fernen Osten auf dem Markt für Elektronik zu einem außergewöhnlich guten Wachstum im Messtechnik-Geschäftsbereich. Korrigiert um diese Großaufträge verzeichnete Renishaw ein Basis-Umsatzwachstum von 11 %.“
Eine Analyse nach Regionen zeigt einen Zuwachs von 91 % im Fernen Osten, 13 % in Amerika, 3 % in Europa und 7 % im Vereinigten Königreich. In absoluten Zahlen stieg der Umsatz im Fernen Osten von 134,6 Mio. auf 257,7 Mio. Pfund, in Amerika von 85,6 Mio. auf 96,3 Mio. Pfund, in Europa von 100,2 Mio. auf 103,1 Mio. Pfund und im Vereinigten Königreich von 23,8 Mio. auf 25,5 Mio. Pfund.
Der Gruppengewinn vor Steuern hat sich den Angaben zufolge mehr als verdoppelt und betrug 144,2 Mio. im Vergleich zu einem bereinigten Gewinn von 70,1 Mio. Pfund im Vorjahr. Im vergangenen Jahr lag der handelsrechtliche Gewinn vor Steuern bei 96,4 Mio. Pfund. Diese Zahl schloss, wie McMurtry ausführt, den außergewöhnlichen Zugewinn von 26,3 Mio. Pfund durch den Verkauf der Anteile an Delcam mit ein.
Den Jahresumsatz für den Bereich der Messtechnik gibt McMurtry mit 467 Mio. Pfund an, was verglichen mit den 326,6 Mio. Pfund des Vorjahres einen Zuwachs von 43 % bedeutet. Der Umsatz für die Messtechnik stieg im Fernen Osten um 100 % von 124,8 Mio. auf 249,9 Mio. Pfund. In Amerika betrug der Zuwachs 12 %; im letzten Jahr waren es 80,1 Mio., in diesem Jahr 89,4 Mio. Pfund. Der Betriebsgewinn betrug 150,7 Mio. Pfund (2014: 74,4 Mio. Pfund), so McMurtry weiter.
„Neben einem ordentlichen Zuwachs bei unserem Werkzeugmaschinensortiment wuchs außerdem die Nachfrage nach unserer Automatisierung der Messtechnik, der additiven Fertigungssysteme und den Weg- und Winkelmesssystemen“, erläutert McMurtry. Der beträchtliche Zuwachs wurde laut dem Chairman durch die anhaltenden Investitionen in die eigenen Produktionsanlagen, die Prozesse und die neuesten Anlagen und Maschinen im Vereinigten Königreich, in Irland und Indien unterstützt.
McMurtry weiter: „Wir haben weiterhin in Forschung und Entwicklung investiert; die Gesamtkosten in diesem Geschäftsbereich betrugen 55 Mio. Pfund, ohne aktivierte Kosten (2014: 45,3 Mio. Pfund). Außerdem haben wir im Laufe des Jahres mehrere neue Produkte auf den Markt gebracht.“ Die Umsätze aus der Medizintechnik betrugen für dieses Jahr 27,7 Mio. Pfund verglichen mit 28,9 Mio. Pfund vom Vorjahr. Es gab einen Zuwachs sowohl bei zahnmedizinischen als auch bei neurologischen Produktbereichen der Gruppe. In der Spektroskopie, die ebenfalls zur Medizintechnik gerechnet wird, gingen die Verkäufe im ersten Halbjahr zurück. Die Gründe sind laut McMurtry, dass die finanzielle Förderung der wissenschaftlichen Forschung in einigen Regionen erst mit Verspätung erfolgte und dass das Pfund sehr stark war. Im zweiten Halbjahr habe es bei der Spektroskopie jedoch einen starken Zuwachs und eine sehr viel bessere Auftragslage gegeben.
Laut McMurtry will die Renishaw-Gruppe ihre Strategie fortsetzen und langfristig investieren: „Unser globales Marketing und unsere Vertriebsinfrastruktur werden ausgeweitet, die Produktionskapazitäten und die Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten werden erhöht.“
(ID:43597028)