Bosch Rexroth Ressourcenschonend produzieren mit dezentralen Antrieben

Autor / Redakteur: Mark Grötzinger / Stefanie Michel

Geringer Ressourcenverbrauch und hohe Produktivität sind kein Widerspruch – das zeigen auch Maschinenhersteller. Durch den Einsatz dezentraler Antriebs- und Steuerungslösungen lassen sich sowohl der Material- als auch der Energieverbrauch senken und die Dynamik erhöhen.

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Bild 1: Die Stanzmaschine Trupunch 3000 zeigt, dass sich auch scheinbar ausgereifte Maschinenkonzepte mit dezentraler Antriebs- und aktueller Steuerungstechnik effizienter gestalten lassen.
Bild 1: Die Stanzmaschine Trupunch 3000 zeigt, dass sich auch scheinbar ausgereifte Maschinenkonzepte mit dezentraler Antriebs- und aktueller Steuerungstechnik effizienter gestalten lassen.
(Bild: Trumpf)

Mit neuen Konzepten beweisen Maschinenhersteller, dass ihre Lösungen sowohl effizient als auch produktiv sein können. Ein Beispiel ist die Stanzmaschine Trupunch 3000 von Trumpf: Durch das restgitterfreie Stanzen verringert sie den Materialverbrauch um durchschnittlich 10 % und die Leistungsaufnahme bei gleicher Bearbeitungszeit im Vergleich zur Vorgängerbaureihe um rund 25 %. Zugleich steigert sie die Produktivität, da zeitaufwendige Nebenprozesse entfallen. Trumpf setzt dazu auf dezentrale Antriebs- und Steuerungstechnik von Bosch Rexroth (Bild 1).

Abgesetzter Abstreifer schleust Stanz- und Abfallteile nach der Bearbeitung prozesssicher aus

Bisher blieb nach dem Stanzen einer Blechtafel ein unhandlicher L-förmiger Rest. Diesen musste der Bediener aus der Maschine entnehmen – eine körperlich anstrengende und auch unfallträchtige Aufgabe. Bei der Trupunch 3000, der ersten Stanzmaschine für die restgitterfreie Bearbeitung, trennt der um 360° drehbare elektrische Stanzkopf Stanzteile und Reststücke einer Zeile gleichzeitig und restlos ab.

Ein von Trumpf entwickelter abgesetzter Abstreifer schleust die Stanz- und Abfallteile nach der Bearbeitung prozesssicher aus. Auf einer Seite ist dieser Abstreifer um 0,5 mm abgefräst. Damit klemmt er die zum Ausschleusen bestimmten Blechstücke und fährt sie von der Blechtafel frei. Anschließend trennt eine Sortierweiche die Stanzteile von den Reststücken und leitet diese in verschiedene Container.

Auch scheinbar ausgereifte Konzepte weiter verbessern

Die Materialausnutzung pro Blechtafel steigert die Stanzmaschine so um durchschnittlich 10 %, in einigen Anwendungen sogar um bis zu einem Drittel. So können Anwender mit dieser Lösung aus zwei Blechtafeln genauso viele Gutteile produzieren wie vorher aus drei. In Anbetracht steigender Rohstoffpreise steckt daher in der Maschine ein erhebliches Potenzial, Stückkosten zu senken. Bedieneingriffe zum manuellen Entsorgen von Resten entfallen. Mit der Trupunch 3000 beweist Trumpf, dass auch scheinbar ausgereifte Maschinenkonzepte Raum für Innovationssprünge bieten.

Bei der Erstellung des Bearbeitungs-programms unterstützt Trumpf Anwender mit der Software Trutops. Automatisch legt sie die jeweils optimalen Winkellagen der Werkzeuge für ein restgitterfreies Stanzen fest. Der Anwender muss diese nicht selbst programmieren. Gemeinsame Trennschritte werden automatisch erkannt. Grundlage dafür bilden unter anderem die Automatisierungslösungen von Bosch Rexroth, die die Möglichkeit bieten, Technologiefunktionen zu integrieren.

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