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Für den Guss waren jedoch einige Anpassungen, zum Beispiel der Verbindungsradien, erforderlich. Ein Vorteil von LF Ingénierie bei dieser Phase: Das Unternehmen verfügt über eine Lizenz von Thercast, einer Software zur Simulation von Gießprozessen von Transvalor (dem Zentrum für Wissenstransfer der Ecole des Mines).
Rapid-Prototyping-Spezialist erstellt Modell in 48 h
Innerhalb von weniger als zwei Wochen – bei 15 Stunden Arbeit täglich – war das numerische Modell fertig, das nun in Wachs gegossen werden sollte. Voxeljet France, Spezialist auf dem Gebiet des Rapid Prototyping, erstellte das Modell in 48 h und schickte es gleich im Anschluss daran an die Gießerei, wo es ummantelt und gegossen wurde.
Einige Tage später wurde das Rohteil schließlich in den Werkstätten von LF Ingénierie gespant. Während des Gießens hatte Camara bereits die Fertigungsunterlagen für die anschließende Verarbeitung erstellt. Der Experte wandte auch einen kleinen Trick an: „Ich habe ein vereinfachtes Modell verwendet, das in HSM-Works leichter zu handhaben ist“, erklärt er. Und während des Spanens des Sechs-Zylinderblocks wurde der untere Gehäuseteil des Motors bereits poliert.
Weiterer Motorblock kann in drei Wochen realisiert werden
Wette gewonnen! „Zwischen der Auftragserteilung und der Fertigstellung des Motorblocks sind drei Monate vergangen“, erzählt Camara. Gerade rechtzeitig, um ihn im vergangenen Februar auf der Oldtimer-Messe Rétromobile in Paris zusammen mit dem restaurierten Hispano auszustellen. Zur Herstellung eines weiteren Motorblocks würden nun weniger als drei Wochen ausreichen, wobei möglicherweise noch eine Wartezeit bei der Gießerei berücksichtigt werden muss.
Der Preis des guten Stücks? Etwa 80000 Euro – mit laufendem Motor. Darauf musste die Firma Carrosserie Lecoq jedoch noch einige Wochen warten. Es fehlten noch die Kurbelwellenlager des Motors, die von einem anderen Fachmann hergestellt wurden.
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