Autonomous Mobile Robots RHB-Robotics stellt sich als eigenes Geschäftsfeld auf

Von Dipl.-Betriebswirt (FH) Bernd Maienschein 2 min Lesedauer

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Seit dem 1. Oktober führt RHB-Industries seine Aktivitäten mit autonomen mobilen Robotern (AMR) im Werk Rheinböllen (Rheinland-Pfalz) als eigenständiges Geschäftsfeld fort: der RHB-Robotics.

Ist zum 1. Oktober als eigenständiges Geschäftsfeld der RHB-Industries GmbH in den Markt eingetreten: RBH-Robotics.(Bild:  Oliver Roesler)
Ist zum 1. Oktober als eigenständiges Geschäftsfeld der RHB-Industries GmbH in den Markt eingetreten: RBH-Robotics.
(Bild: Oliver Roesler)

Der Name ist neu, die Kompetenz ist es nicht: Seit dem 1. Oktober tritt RHB-Robotics aus dem Schatten von RHB-Industries in Rheinböllen heraus. Die AMR werden aber schon seit 2018 am Standort entwickelt und seit 2022 in Serie gefertigt, wie es heißt. Im Zuge der Abspaltung des Automobilzuliefergeschäfts von Continental firmierte die Einheit ab 2025 als Aumovio Robotic Solutions. Mit dem Übergang des Aumovio-Standorts an die RHB-Industrie GmbH im Juli dieses Jahres tritt sie seit dem 1. Oktober unter dem Namen RHB-Robotics auf. Heute baut man die sechste Fahrzeuggeneration, die unter anderem bei Automobilzulieferern und in de Nahrungsmittelindustrie zum Einsatz kommt.

Jede Fahrzeuggeneration hat die Erfahrungen der vorherigen aufgenommen. Diese Lernkurve lässt sich nicht kaufen und nicht umbenennen.

Andreas Kerkenhoff, Head of AMR bei RHB-Robotics

Das Portfolio umfasst zwei Fahrzeugtypen: Der NXS 300 transportiert Kleinladungsträger (KLT) bis 300 Kilogramm und ist in den Varianten Base, Extended und Top Roller verfügbar. Die Plattformen IL 600 und IL 1200 bewegen Paletten, Gitterboxen und Carts bis 600 beziehungsweise 1.200 Kilogramm, in den Varianten Lifting Unit, Load Module und Top Roller.

Aufs Logistikkonzept kommt es an

Welche dieser Kombinationen ein Unternehmen benötigt, leite sich, so RHB-Robotics, aus dem jeweiligen Logistikkonzept ab. Marktübliche Dollys, Carts, Europaletten und Gitterboxen können genutzt werden, selbst ein Austausch des vorhandenen Bestands an Ladungsträgern sei in der Regel nicht erforderlich, wie es heißt. AMR-Chef Kerkenhoff: „Der Materialfluss des Kunden bestimmt die Auslegung, nicht das Datenblatt.“

Bei RHB-Robotics ist man der Ansicht, dass sich ein AMR in die vorhandene IT- und Flottenlandschaft einfügen muss, nicht umgekehrt. Beide Plattformen „sprechen“ VDA 5050: Ein vorhandenes Flottenmanagement bleibt bestehen, eine zusätzliche Middleware entfällt, und Mischflotten mit Fahrzeugen anderer Hersteller sind möglich.

Die eigenen Systeme nutzen

Und RHB-Robotics ist Anwender der eigenen Systeme: Im Werk in Rheinböllen werden Bremsteile für die Automobilindustrie hergestellt. Die RHB-Robotics-Fahrzeuge fahren im laufenden Materialfluss zwischen den Produktionsbereichen, im Mischverkehr mit Menschen. „Unsere Fahrzeuge nutzen wir in der eigenen Bremsenproduktion. Was dort auffällt, landet direkt in der AMR-Entwicklung und wird in der nächsten Generation umgesetzt“, so Andreas Kerkenhoff abschließend.

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