Wälzlagerauswahl

Richtige Vorgehensweise bei der Auswahl des passenden Wälzlagers

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Die Optimierung der Rauigkeit der Wälzlagerlaufflächen und der Einsatz hochwertiger Schmierstoffe ergeben ein optimales tribologisches System. Das Ergebnis sind geräuscharm laufende Lager, die beispielsweise für Pumpen gut geeignet sind, also auch für die am weitesten verbreiteten Kreiselpumpen. Dort werden in der Regel zwei Schrägkugellager für die axiale Last und ein zusätzliches Zylinderrollenlager für die radiale Last eingesetzt.

Zur Erleichterung bei der Montage sind die Innenringe der Zylinderrollenlager untereinander tauschbar. Insgesamt sind drei Wälzlager verbaut, die zuverlässig und mit langer Lebensdauer laufen.

Qualifizierte Risikofolgenabschätzung erhöht Betriebssicherheit

Die Anwender sollten bereits in der Konstruktionsphase hinsichtlich der für die Anwendung optimalen Lagerbauform und ihrer Dimensionierung beraten werden. Während für die Lebensmittelindustrie rosthemmende und säurebeständige Stähle sowie Schmierstoffe gewählt werden, die lebensmitteltauglich und zugleich resistent gegen Reinigungsmedien sind, benötigen Krankenhausbetten wegen der Leichtlaufanforderungen eher weiche Schmierfette in abgedichteten wartungsfreien Rillenkugellagern.

Wichtig ist auch, zu wissen, ob Lager benötigt werden, die DIN-Toleranzen komplett ausnutzen, oder Lager gewählt werden sollen, die mit höherer Präzision und deutlich „engeren“ Bauteiltoleranzen hergestellt werden.

Solche Lager sind verständlicherweise teurer, können jedoch die Lebenszykluskosten erheblich reduzieren. Nicht zuletzt muss bei der Auswahl von Wälzlagern auch beachtet werden, wie sicher die Lager ihre Funktion erfüllen müssen – im Sinne einer qualifizierten Risikofolgenabschätzung.

* Veit Loeffler ist Geschäftsführer der LFD Wälzlager GmbH in Dortmund.

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