Elektrohydraulische Bremsen Innovative Bremstechnik für Schwerlast-Hubwerke

Quelle: Pressemitteilung 3 min Lesedauer

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Ausgelegt für eine hohe Anzahl an Schaltzyklen an schnell drehenden Scheiben und ausgestattet mit neuen Winkelhebern und energieeffizienten Lüftgeräten bieten die elektrohydraulischen Scheibenbremsen der DX-Serie von Ringspann viel Mehrwert – sowohl bei der Konstruktion der Hubwerke als auch bei Betrieb und Instandhaltung.

Die Hubwerkbremsen der DX-Serien lassen sich mit elektrohydraulischen Lüftgeräten bestücken, die maßgeschneidert sind für den Einsatz in anspruchsvollen Anwendungen der Krantechnik. (Bild:  Ringspann)
Die Hubwerkbremsen der DX-Serien lassen sich mit elektrohydraulischen Lüftgeräten bestücken, die maßgeschneidert sind für den Einsatz in anspruchsvollen Anwendungen der Krantechnik.
(Bild: Ringspann)

Nach ihrem Reengineering erweist sich die DX-Serie von Ringspann derzeit als Trendsetter bei der Realisierung von Halte- und Notstopp-Systemen für die Hubwerke von Schwerlast- und Containerkranen. Schon kurz nach dem Rollout Ende 2024 haben sich die ersten Hafenkranbauer für den Einsatz der innovativen Industriebremsen entschieden.

„Die letzten Wochen haben uns gezeigt, dass wir mit dem Re-Engineering unserer DX-Scheibenbremsen den richtigen Weg eingeschlagen haben. Denn bereits während der Markteinführung im Herbst 2024 erhielten wir die ersten Aufträge aus dem Kreis der Hersteller und Betreiber von Hafenkranen“, berichtet Martin Ohler, Geschäftsentwickler Bremsen bei Ringspann.

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Reengineering an vielen Stellen

Die Bremsen bieten drei wichtige Merkmale: Die Substitution zahlreicher Guss-Komponenten durch Bauteile aus brenngeschnittenem Stahl, die Neukonstruktion des Winkelhebels und der Einsatz eines neuen Lüftgerätetyps. „Dank ihres kompakten Designs und der Montagemaße der Grundplatte lassen sie sich problemlos in bestehende Umgebungen integrieren und können andere Modelle ohne Modifikationen ersetzen“, erläutert Martin Ohler.

Die Ausführung wichtiger Komponenten wie der Bremshebel in Stahl bietet einige Vorteile: Die Bremse fällt schlanker aus, erreicht einen günstigen Stückpreis und der Aufwand für ihre Wartung, Instandhaltung und Generalüberholung sinkt erheblich. Auch der Winkelhebel wurde neu konstruiert. Martin Ohler erklärt: „Als funktionelle Verbindung zwischen Lüftgerät, Bremsfeder und Bremshebeln muss der Winkelhebel sowohl Biege- als auch Torsionskräfte aufnehmen. Damit sich aber diese Kräfte nicht negativ auf Bremshebel und Lagerbuchsen auswirken, haben wir den Winkelhebel neu berechnet und so ausgelegt, dass er über die gleiche hohe Verwindungssteifigkeit verfügt wie eine traditionelle Gusseisen-Lösung. Zudem besteht der neue Winkelhebel aus nur wenigen Teilen, weshalb er sich einfach montieren und tauschen lässt.“

Ausgelegt für schnelle Schließzeiten

Die elektrohydraulischen Lüftgeräte sind maßgeschneidert für den Einsatz in anspruchsvollen Anwendungen der Krantechnik wie etwa Haupthubwerken und Laufkatzen, erzeugen Hubkräfte von bis zu 8 Kilonewton und punkten mit sehr kurzen Schließzeiten von unter 80 Millisekunden. Für die Druckerzeugung kommt eine Zahnradpumpe zum Einsatz und ihr Layout ist zu 100 Prozent analog – es ist also keine Platine erforderlich. Wie üblich haben sie einen 3-Phasen-Anschluss. Darüber hinaus überzeugen sie mit hoher Energieeffizienz, denn bei geöffneter Bremse ist die Leistungsaufnahme dank eines drucklosen Umlaufbetriebs sehr niedrig. Der eingerückte Einbau der Lüftgeräte leistet seinen Beitrag zum kompakten Design der Bremse und ihre einfache Wartung dürfte jeden Kranbetreiber erfreuen. „Verschleißteile wie etwa Magnetspulen, können getauscht werden, während das Lüftgerät in der Bremse installiert ist“, betont Martin Ohler.

Selbstzentrierung und automatischer Verschleißausgleich

Zudem hat Ringspann die DX-Bremsen mit einer Funktionalität ausgestattet, die dem OEM-Konstrukteur die Integration der Bremse in sein Antriebssystem erleichtert und den Kranbetreibern und dem MRO-Personal das Leben leichter macht. So stellt beispielsweise eine serienmäßige, wartungsfreie Selbstzentrierung das synchrone Öffnen der Bremshebel sicher, wodurch der Lüftspalt beidseits der Bremsscheibe stets gleich bleibt – selbst beim betriebsbedingten Verschleiß der Bremsbeläge.

Ein anderer Ausgleichsmechanismus gewährleistet, dass die Bremsbeläge in gelüftetem Zustand immer parallel stehen. „Der Abstand der Beläge zur Bremsscheibe ist also entkoppelt von der V-Stellung der Bremshebel und überall gleich. Dieser Mechanismus lässt sich einfach mit Stellschrauben justieren“, erläutert Martin Ohler. Der Verschleißausgleich der Bremsbeläge kann nicht nur manuell, sondern auch automatisch nachgestellt werden. Das erledigt eine wartungsfreie Freilauf-Mechanik. Da der Verschleißausgleich den betriebsbedingt wachsenden Abstand zwischen Bremsbelag und Bremsscheibe kompensiert, kann die Bremse stets die gleiche, hohe Klemmkraft entfalten.

Bei den elektrohydraulischen DX-Hubwerkbremsen von Ringspann handelt es sich um federbetätigte Betriebsbremsen, die bei Stromunterbrechung schließen und per Lüftgerät öffnen. Sie sind ausgelegt für eine hohe Anzahl an Schaltzyklen an schnell laufenden Scheiben mit Durchmessern von 355 bis 1.000 Millimeter und stellen – je nach Ausführung – Klemmkräfte von bis zu 80 Kilonewton bereit. Mit 230 und 280 Millimeter entsprechen ihre Bremsspitzenhöhen dem Marktstandard. Zudem gibt es diese Scheibenbremsen von Ringspann in Sonderausführungen für maritime, sehr kalte und sehr warme Umgebungen sowie auch als explosionsgeschütztes Modell.

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