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Schirmkontakte erhöhen Zuverlässigkeit
Weil Geräteschnittstellen in der Industrie oftmals einer erhöhten mechanischen Belastung durch Vibrationen oder Zugkräfte am Kabel unterliegen, hat Phoenix Contact die Buchsen der Industrial-Serie zusätzlich mit Schirmkontakten versehen. Wie der Name andeutet, dienen diese Kontakte vorrangig dazu, die Signal-Pins gegenüber elektromagnetischen Einflüssen abzuschirmen und diese Schirmung unterbrechungsfrei in das Geräte-Design fortzuführen. Ein positiver Nebeneffekt ist dabei, dass sie auch die mechanische Stabilität zur Leiterplatte erhöhen und so verbesserten Schutz selbst bei dauerhaften Vibrationen bieten (Bild 3).

Neben verbesserten elektromechanischen Eigenschaften bietet die Serie RJ45 Industrial auch eine höhere Temperaturfestigkeit gegenüber herkömmlichen RJ45-Schnittstellen. Der spezielle, glasfaserverstärkte Hochtemperaturkunststoff ist für eine Betriebstemperatur von –40 bis circa 100 °C ausgelegt. Dies ist nicht nur relevant, wenn hohe Temperaturen von außen einwirken, wie beispielsweise in Fertigungsstraßen.
Auch bei hohen Packungsdichten im Gerät selbst oder im Schaltschrank können durch die mangelnde Luftzirkulation schnell hohe Temperaturen und Temperaturschwankungen auftreten. Materialien mit hohen Ausdehnungskoeffizienten sind anfälliger für diese Einflüsse und können daher die elektrische Funktion nicht in gleichem Maße sicherstellen.
LED-Anzeigen erhöhen den Komfort
Optionale Hybrid-LED erlauben den Anwendern und dem Wartungspersonal im Feld, den Zustand der Datenschnittstelle und damit die Funktion des Gerätes auf einfache Weise zu überprüfen. Die Kombination aus zwei LED-Paaren – jeweils gelb und grün – erlaubt die flexible Visualisierung der elektrischen Funktion sowie der aktiven Datenverbindung je nach Programmierung des Geräts (Bild 4).

Der rasant zunehmende Automatisierungs- und Digitalisierungsgrad industrieller und semiindustrieller Anwendungen führt zu einem großen Bedarf an robusten und hochverfügbaren Datenschnittstellen. Industrietaugliche RJ45-Schnittstellen sind die ideale Lösung für Anwendungen, die keinen erhöhten Schutz gegen Staub, Schmutz oder Spritzwasser erfordern. Durch die richtige Kombination von Kabelsteckverbinder und Geräteschnittstelle können Gerätehersteller, Installateure und Anwender häufig auftretende Kompatibilitätsprobleme von vornherein ausschließen und eine hohe Anlagenverfügbarkeit sicherstellen.
Die Serie RJ45 Industrial zeigt, dass in der etablierten Datenschnittstelle noch viel Potenzial steckt. Verbesserte mechanische und elektrische Eigenschaften machen den Dinosaurier der Datenübertragung endgültig fit für Anwendungen in der Industrie – und damit zu einem unverzichtbaren Pfeiler des Industrial Internet of Things.
Literatur
[1] https://www.openautomation.de/detailseite/hms-marktanteile-industrieller-netzwerke-2019.html, am 30.11.2019
* Tim Kindermann ist Produktmanager Datensteckverbinder, Business Unit Field Device Connectors, bei der Phoenix Contact GmbH & Co. KG in 32825 Blomberg, Tel. (0 52 35) 3-1 20 00 Fax (0 52 35) 3-1 29 99, tkindermann@phoenixcontact.com
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