Robotik

Roboter erobern die Werkzeugmaschinen nur langsam

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Flexible Beschickung mit Robotern

Eine Alternative bei der Automatisierung von Werkzeugmaschinen sind Roboter auf einer Verfahrachse. Sie sind jedoch, trotz unbestreitbarer technischer Vorteile, in der Minderheit. Auf dem Boden montierte Verfahrachsen sind preiswerter als an der Decke montierte. Jedoch ist die Zugänglichkeit bei bodenmontierten Robotern schlechter als bei hängend montierten.

Beide Varianten kommen nur bei entsprechend langen Hauptzeiten überhaupt in Frage. Ob alle Maschinen, die beispielsweise über einen an einer Verfahrschiene hängenden Roboter beschickt werden, vom gleichen Typ sind, spielt eine untergeordnete Rolle, sofern der Roboter überhaupt gut in die Maschine greifen kann.

Viele Betreiber wollen manuelle Beschickung auch bei Automation ermöglichen

Speziell Lohnfertiger, aber auch viele Betreiber mit eigener Fertigung, wollen sich für alle Fälle bei aller Automatisierung ein Hintertürchen offen halten: Eine Werkzeugmaschine soll auch manuell zu beschicken sein. Da müssen dann Kompromisse bei der Platzierung des Roboters eingegangen werden, denn ein Bediener kann eine Maschine nur von vorne beladen. Hier gilt es für Systemintegratoren, individuelle Lösungen zu finden, um den Mix aus manuellem und automatisiertem Betrieb gleichermassen effizient zu gestalten.

Weniger um Flexibilität als vielmehr um mannlose Schichten geht es beim Werkstückhandling auf standardisierten Paletten im Formenbau. Prinzipiell könnten vorgespannte Werkstücke auch über Schienen- und Hubsysteme in die Bearbeitungsstation gebracht werden.

Solche Einrichtungen sind starr, was bei immer gleicher Beladung durchaus eine brauchbare Lösung sein kann. Eine Roboterlösung ist in vielen Fällen nicht teurer, insgesamt jedoch flexibler und vielseitiger. Da Werkstückpaletten mit vorgespannten Werkstücken meist bei Applikationen mit höheren Stückgewichten zum Einsatz kommen, sind bei diesen Anwendungen auch überwiegend Roboter mit höherer Traglast zu finden.

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