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Professionelle Serviceroboter mit großem Potenzial
Eine spannende Frage wird es zukünftig sein, welche Rolle die traditionellen Roboterhersteller im professionellen Serviceroboterbereich spielen können. „Es wird einen fließenden Übergang geben“, ist sich Hägele sicher. Denn Roboterapplikationen beispielsweise im Bereich Agrar, der Bauindustrie oder dem gewerblichen Transport in Fertigungen würden eher auf dem Portfolio industrieller Robotertechnik basieren.
Kuka will mit Medizin- und Servicerobotern 100 Mio. Euro Umsatz erzielen
So verwundert es nicht, dass Kuka im Jahr 2015 im Kundensegment Medizin- und Servicerobotik einen Umsatz von über 100 Mio Euro erzielen will, wie der Vorstandsvorsitzende der Kuka AG, Dr. Till Reuter, schon auf der Bilanzpressekonferenz verkündete. Um die Forschungs- und Entwicklungstätigkeiten in diesem Segment zu bündeln und neue Anwendungen in nichtindustriellen Bereichen wie der Medizintechnik zu erschließen, wurde zu Jahresbeginn die Kuka Laboratories GmbH gegründet. Mit dem sensitiven Leichtbauroboter hat Kuka Laboratories ein passendes Produkt für solche Anwendungen. Pilotprojekte gibt es bereits in der Industrie, aber auch in der Servicerobotik und Medizintechnik.
Ein übergreifendes Thema wird auch für die Roboterhersteller immer bedeutsamer: Energieeffizienz. „Vor allem die Automobilhersteller messen heute den Energieverbrauch der Robotersysteme in ihrer Produktion und haben hier einen klaren Fokus“, berichtet Kuka-Manager Manfred Gundel von konkreten Gesprächen mit Daimler und Audi. „Wenn man eine komplette Woche in einem Rohbau betrachtet, dann sind es nur etwa 30%, wo der Roboter sich wirklich bewegt, die restliche Zeit sind andere Modi.“ Es gehe also darum, den Roboter optimal zu steuern, damit er beim Beschleunigen, in der Konstantfahrphase und beim Abbremsen wenig verbrauche.
Aus 4,77 Euro pro Woche werden 250.000 Euro im Jahr
Die neue Kuka-Steuerung KR C4 könne jetzt über das Siemens-System Profienergy stufenweise in einen Sleep Mode versetzt werden. Wenn es weitergehen soll, schaltet sie Antriebe, Lüfter oder PC und letztlich den Roboter wieder ein. „Damit können bis zu 95% Energie eingespart werden.“ Der Vergleich von alter zu neuer Steuerung klingt dennoch zunächst nicht spektakulär. „In einer Woche lassen sich pro Roboter 4,77 Euro sparen“, nennt Kuka-CEO Reuter das Berechnungsergebnis. „Hört sich wenig an, aber mal 52 Wochen sind es schon 250 Euro und bei 1000 Robotern summiert es sich auf 250.000 Euro.“
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