Motek 2016

Roboter für die Montage

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Beim Stichwort Wirtschaftlichkeit scheinen sich derzeit alle einig: Das gemeinsame Ziel muss sein, den Zugang selbst für KMU zur Automatisierung der Prozesse zu erleichtern. Viele Produktbeispiele zeigen, wie es geht. Praxisorientierte Lösungen präsentiert beispielsweise EGS Automatisierungstechnik. Das Unternehmen bietet seit Kurzem unter dem Motto Robotry eine einzigartige Möglichkeit an, einen Roboter über einen Zeitraum von vier Wochen unverbindlich zu testen. Anschließend kann zwischen Rückgabe und Kauf gewählt werden. Gegen eine günstige Leih- und Servicepauschale liefert der Hersteller den Roboter an und nimmt ihn gemeinsam mit dem Kunden in Betrieb, der eine erste halbtägige Einweisung erhält. Im Mittelpunkt seines diesjährigen Messeauftritts stehen die vier Mitglieder der Sumo-Baureihe jeweils mit neuen Funktionen und Optionen: der Sumo Quatroplex, die kompakte Einstiegslösung; daneben der Sumo Megaplex, ein Palettiersystem mit großer Werkstückautonomie und eine Kombination aus Sumo Fotoplex und Ecoplex, in der Werkstücke aus Schüttgut bereitgestellt und nach dem Prozess in Werkstückträgern palettiert werden.

Neben der Wirtschaftlichkeit steht die Kollaboration zwischen Mensch und Roboter auch auf der Motek im Vordergrund. Anhand der mobilen Kleinstanlage Flexfellow demonstriert der Anlagenbauer Kuka auf der Motek die Vorteile der Mensch-Roboter-Kollaboration (MRK).

Ortsflexible Robotereinheit hilft bei schwer zugänglichen Verschraubungen

Seit Jahren gehört Kuka beim Thema MRK zu den Vorreitern, wenn es darum geht, neue Lösungen zu entwickeln, die es Menschen und Robotern ermöglichen, ohne Schutzzaun zusammenzuarbeiten. Auf der Motek zeigt das Augsburger Unternehmen die ortsflexible Robotereinheit Kuka Flexfellow, wie sie beispielsweise in einer Motorenaufrüstlinie des Automobilherstellers VW eingesetzt wird. Dort unterstützt die Robotereinheit die menschlichen Kollegen, schwer zugängliche Verschraubungen an der Motorunterseite anzuziehen, der Motor wird dabei von einem fahrerlosen Transportsystem (AGV) zur jeweiligen Arbeitsstation geliefert. Die Lösung basiert auf dem Engineering von Kuka Systems und dem siebenachsigen Leichtbauroboter LBR iiwa. Dank dessen feinfühliger Eigenschaften kann der Flexfellow selbstständig die Position der Motorschrauben ertasten – auch dann, wenn das AGV nicht genau an der Arbeitsstation anhält. Durch die Momentensensorik erkennt der Roboter, wenn er einen Menschen berührt, und hält an. Der gesamte Arbeitsplatz – wie der Schrauber, eventuelle Positioniereinrichtungen sowie die Plattform mit der Mensch-Maschine-Schnittstelle – muss auf eine Anwendung für die Mensch-Roboter-Kollaboration (MRK) ausgelegt sein. Dies bedeutet, dass die Komponenten die üblichen technischen Anforderungen erfüllen, gleichzeitig aber leichter, runder und insgesamt sicherer sein müssen. Dafür bietet Kuka in dem Bereich Advanced Technology Solutions für Integratoren und Endkunden ein breites Portfolio vom MRK-Engineering über MRK-Komponenten bis hin zur zertifizierten Gesamtanlage.

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