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Befüll- und Verschließvorgang durch Datenbank gesteuert
Zum Füllen der Formen führt der Roboter einen integrierten Mischkopf, der über Schläuche an die Hochdruckmaschine angeschlossen ist, über die Einfüllstutzen der Formen und füllt sie. Dabei greift er auf eine umfangreiche Datenbank zu, die ihm die notwendigen Daten wie Anzahl und Koordinaten der Stutzen bei den zu füllenden Formen, Koordinaten der Schließer, Füllmenge und Reaktionszeit des Gemisches je Form vorgibt.
Die Ablaufsteuerung wird von einer eigens entwickelten PC-Software übernommen. de Man legte sowohl eine Liste von Artikeln als auch eine Liste von Form-Typen an. Jedem der insgesamt 15 Arbeitsplätze (3 x 5 an jeder Seite) werden nun ein Artikel (also die zu erstellende Produktart inklusive Aushärtzeit) und ein Form-Typ zugewiesen. Die Form-Typen unterscheiden sich in Funktionsweise (zum Beispiel ein oder zwei Deckel) und Ablauf (manuelle/automatische Bearbeitung, Belüftung).
Beide Informationen werden mittels DeviceNet an die Robotersteuerung übermittelt. Der Roboter „weiß“ so anhand des Form-Typs, wie der jeweilige Platz bearbeitet werden muss und anhand der Art, welches Produkt dort hergestellt wird und wie lange es aushärten muss. Dabei können in einer Form auch mehrere Teile entstehen.
Exakte Schließ- und Aushärtzeiten für höchste Qualität
Neben der Aushärt- sind auch die verschiedenen Schließzeiten für jedes Produkt in der Datenbank hinterlegt. Die Formen dürfen nach dem Füllvorgang nicht gleich geschlossen werden, da das Material chemisch reagiert, sich dabei ausdehnt und die Luft aus den Formen entweichen muss. de Man hinterlegte für jede Form 4 verschiedene Schließzeiten, je nach gefertigtem Produkt wird eine davon von der Steuerung ausgewählt und durchgeführt.
Erst nach Ablauf der Schließzeit verschließt sich der Einfüllstutzen automatisch, gleichzeitig startet ein interner Zähler, der die vorgegebene Reaktionszeit für diese Form herunter laufen lässt. Sind alle Formen gefüllt, ruht die Sektion, bis der letzte Zähler seine Laufzeit erreicht hat. Die Schutzgitter werden ebenfalls über die PC-Steuerung koordiniert.
Erst wenn der letzte Timer für die Aushärtzeit abgelaufen ist öffnet sich die Sektion wieder für den Werker, indem das äußere Zaunelement nach oben gezogen wird und so den manuellen Zugriff auf die Formenträger ermöglicht. Gleichzeitig schließt sich das innere Element, außerdem werden die Formen entriegelt.
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