EU-Projekt Two!Ears Roboter lernen hören wie ein Mensch

Redakteur: Jürgen Schreier

Das menschliche Hören mit Robotern wird im Rahmen des EU-Projekt EU-Projekt Two!Ears erfosrcht. Erste Computersimulationen verliefen erfolgreich. Das Hörmodell soll Sehsinn, Körperwahrnehmung und Vorwissen über die Welt einbeziehen.

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Roboter bekomen Ohren, die so gut sein sollen wie die des Menschen.
Roboter bekomen Ohren, die so gut sein sollen wie die des Menschen.
(Bild: commons.wikimedia.org)

Forscher der Ruhr-Universität Bochum (RUB) und Technischen Universität Berlin entwickeln in einem internationalen Konsortium eine Simulation des menschlichen Hörens bis hin zu einem Roboter, der Audiosignale ähnlich verarbeiten können soll wie ein Mensch. Das technische System soll dabei auch gezielt auf die für eine aktuelle Aufgabe wichtigsten Informationen achten. Die erste Testversion steht bereit.

Nicht nur akustische Signale wertet das System aus

Das Robotersystem, das im Rahmen des EU-Projekts Two!Ears entsteht, wertet nicht nur akustische Signale aus. Zusätzlich wollen die Forscher auch optische Information sowie die koordinative Eigenwahrnehmung berücksichtigen. So soll das System Hörszenen in einer ähnlichen Weise beschreiben können, wie es ein menschlicher Zuhörer täte. Und zwar nicht nur hinsichtlich Empfindungen wie Lautstärke, Klangfarbe und räumlicher Ausdehnung von Geräuschquellen, sondern auch bezüglich der Bedeutung, die den Szenen zugewiesen wird. Zum Beispiel, ob das Gehörte von einer fremden oder vertrauten Stimme stammt.

Erster Test erfolgreich

Computersimulationen haben gezeigt, dass die kürzlich fertig gestellte Software-Architektur prinzipiell funktioniert. In dem simulierten Szenario konnte das System eine einzelne Schallquelle im freien Feld lokalisieren. Zu diesem Zweck führte es falls nötig auch Kopfdrehungen durch. In Zukunft soll das bislang virtuelle System in einem realen Roboter umgesetzt werden.

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