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Ist eine Lage der Palette mit bearbeiteten Bauteilen vollständig bestückt, nimmt der Roboter den Sauggreifer auf und entnimmt von einer weiteren Palette eine Zwischenlage-Kartonage. Diese legt er auf die vollständige Lage der Fertigteile. Auch leere Laufwagen in den Zuführbahnen fallen in das Aufgabenspektrum des Sechsachsers. Sind sie leer, setzt er sie auf die Rücklaufbahn. Die leeren Laufwagen fahren über die obere, abgesenkte Rücklaufbahn zurück zum Einlegeplatz, wo der Bediener den Laufwagen erneut mit Rohteilen bestückt. „Mit der roboterbasierten Automation der Bearbeitungszentren sind wir äußerst zufrieden. Die Fertigung in eigener Halle zu sehr guter Qualität bei absolut konkurrenzfähigem Preis ist ein enormer Vorteil für unsere Roboterproduktion“, sagt Florian Hofmann, Leiter der Zerspanung bei Kuka.
Zuführsystem setzt auf schwerkraftgetriebenen Transport
Flexibilität in der Fertigung stand bei der Automatisierung der Bearbeitungszentren im Vordergrund. Sowohl die hohe Anzahl verschiedener Bauteile als auch die flexible Anpassung der Losgrößen auf die in der Robotermontage benötigten Stückzahlen sind Vorteile, die durch die roboterbasierte Lösung erzielt werden. Beide Maschinen sind bereits dafür gerüstet, das Teilespektrum bei Bedarf zu erweitern. Mit einem optimal auf die Bedürfnisse der Montage abgestimmten Produktionsfahrplan fällt der Umrüstaufwand, beispielsweise der Austausch der Greiferbacken am Roboter, sehr gering aus.
Durch den Einsatz des Zuführsystems KS Cycle-Move ist es möglich, Bauteile zu puffern und die mannlose Laufzeit der Werkzeugmaschinen zu optimieren. Zudem setzt das Zuführsystem auf schwerkraftgetriebenen Transport und verzichtet damit auf elektrische Antriebe, was zu einem wirtschaftlichen Betrieb mit hoher Verfügbarkeit führt. Mit schlanken Bauteilen und einer kompakten Roboterhand kann die Größe der Zelle auf ein Minimum reduziert und so optimal an die Platzverhältnisse in der Halle angepasst werden. Die maximale Reichweite des Sechsachsers von rund 3000 mm ermöglicht es, alle Arbeitsstationen problemlos zu erreichen. Gleichzeitig gewährleistet das um 13 % geringere Eigengewicht des Roboters im Vergleich zum Vorgängermodell hohe Energieeffizienz und Dynamik.
Produktivität wurde wesentlich gesteigert
„Mit der Automatisierung der Bearbeitungszentren konnten wir die Produktivität wesentlich steigern“, hebt Andreas Schuhbauer, Marktsegment Manager für den Bereich Werkzeugmaschinen-Automatisierung bei der Kuka Roboter GmbH, einen wesentlichen Vorteil der roboterbasierten Automation hervor und fügt hinzu: „Wir konnten die Kosten pro Bauteil senken und gleichzeitig die Betriebsstunden der Maschinen ohne zusätzliche Ressourcen erhöhen.“ MM
* Ulrike Kroehling arbeitet in der Corporate Communications der Kuka Roboter GmbH in 86368 Gersthofen
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