Fertigungsautomatisierung
Roboterzellen für den Mittelstand

Ein Gastbeitrag von Sebastian Schuster 5 min Lesedauer

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Das Unternehmen Kuka baut Industrie-Schweißroboter in modular aufgebauten, individuell angepassten Zellen, die auch Schutzgas-Schweißaufgaben übernehmen können. Dass sich der Einsatz solcher Zellen auch für kleinere Unternehmen lohnt, zeigt folgendes Beispiel.

In etwa 50 Minuten ist 
der Radialventilator 
verschweißt. Per Hand 
dauerte das Schweißen rund einen Tag. (Bild:  sg)
In etwa 50 Minuten ist 
der Radialventilator 
verschweißt. Per Hand 
dauerte das Schweißen rund einen Tag.
(Bild: sg)

Schweißen ist eine hohe Kunst im Anlagenbau. Auf beides versteht sich Stela Laxhuber, ein „hidden champion“ der industriellen Trocknungstechnik, seit drei Generationen. Jetzt beschleunigt in dessen Werk im niederbayerischen Massing eine Roboterzelle von Kuka, die „Cell4_production“, das Verschweißen von Ventilatoren für Trocknungsanlagen. Das beweist, dass auch kleine und mittelständische Unternehmen von der Automatisierung profitieren können. Die Geschichte zeigt, dass sich auch andere mittelständische Unternehmen über den Einsatz von Robotern Gedanken machen sollten.

Hohe Fertigungstiefe beim Spezialisten für Trocknungstechnik

Das Familienunternehmen Stela Laxhuber – benannt nach dem Gründer Stefan Laxhuber – baut anspruchsvolle Trocknungsanlagen in allen Größenordnungen und Anwendungsfeldern. Das Herzstück solcher Trocknungsanlagen sind gewaltige Ventilatoren, die einen Strom aus warmer Luft in Gang setzen, um Produkten wie Getreide, Mais, Holz oder recyceltem Kunststoff die Feuchtigkeit zu entziehen. Das macht diese haltbar und schafft die Voraussetzung für ihre Weiterverarbeitung. Die Lüfterräder in den Trocknern können einen Durchmesser von 1,60 Metern haben und eine halbe Tonne auf die Waage bringen. Wenn solch ein Koloss auf bis zu 3.000 Umdrehungen pro Minute beschleunigt wird, ist eine Topverarbeitung aller zusammengefügten Komponenten ein absolutes Muss.