Insolvenzverfahren abgeschlossen Römertopf produziert künftig in Westeuropa

Quelle: dpa 1 min Lesedauer

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Die Römertopf Keramik GmbH & Co. KG aus Rheinland-Pfalz hat Ende Juni 2023 Insolvenz angemeldet. Zwei Investoren waren interessiert. Den Zuschlag hat nun die POS Handels GmbH mit Hauptsitz in Hamm erhalten. Sie will die Römertopf-Produkte ausschließlich in Westeuropa produzieren.

Seit den 70er-Jahren wurden mehr als 50 Millionen Römertöpfe verkauft. In dem ovalen Topf aus Ton mit Deckel können Fleisch und Gemüse im Backofen zusammen gegart werden.(Bild:  Patrick Ranz - stock.adobe.com)
Seit den 70er-Jahren wurden mehr als 50 Millionen Römertöpfe verkauft. In dem ovalen Topf aus Ton mit Deckel können Fleisch und Gemüse im Backofen zusammen gegart werden.
(Bild: Patrick Ranz - stock.adobe.com)

Nach der Insolvenz des Keramikunternehmens Römertopf aus Rheinland-Pfalz soll die Produktion nun ins Ausland wandern. „Aufgrund des höheren Angebotes erhielt ein Investor den Zuschlag für Markenrechte und Warenlager, der die beliebten Produkte der Kultmarke im Ausland herstellen lassen wird“, teilte Geschäftsführer Frank Gentejohann am Montag nach der Gläubigerversammlung der Römertopf-Gruppe mit. „Standort, Marke und 36 Arbeitsplätze sind für den Westerwald und das Kannenbäckerland nach 56 Jahren nun verloren.“ Demnach hat sich die Gläubigerversammlung für die POS Handels GmbH mit Hauptsitz in Hamm als Investor entschieden. Das Unternehmen bestätigte dies gegenüber der Deutschen Presse-Agentur. Laut Gentejohann soll die Frirma aus Nordrhein-Westfalen zum 1. Dezember übernehmen.

Die POS Handels GmbH teilte am Montag auf Nachfrage mit: „Römertopf-Produkte werden wir ausschließlich in Westeuropa produzieren.“ Zudem solle die Fertigung der klassischen Römertopf-Produkte im Westerwald verbleiben. Daneben sei eine „komplett neue Produktlinie geplant“. Darunter falle etwa ein Tafelservice. Ziel sei es, Römertopf auch einem jüngeren Publikum wieder näher zu bringen und die Marke nachhaltig in den Haushalten zu etablieren. Das Unternehmen wolle neue Kunden im In- und Ausland ansprechen. POS investiert nach eigenen Angaben einen mittleren siebenstelligen Betrag in Erwerb und Aufbau der Marke.

In dem Insolvenzverfahren hatte es Streit zwischen den Gesellschaftern gegeben. Gentejohann hatte einen Investor bevorzugt, der die Produktion seinen Angaben nach in Ransbach-Baumbauch belassen und ausbauen wollte. Da die Gesellschafter sich nicht einigten, meldete nach dem produzierenden Betrieb auch die Römertopf Verwertung GmbH & Co. KG als Inhaberin der Markenrechte im September Insolvenz an.

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