Bearbeitungszentren Romi übernimmt Burkhardt+Weber

Redakteur: Stéphane Itasse

Der brasilianische Maschinenbauer Indústrias Romi S.A. (Romi) hat einen Übernahmevertrag mit der Gruppo Riello Sistemi abgeschlossen, um die Burkhardt+Weber Fertigungssysteme GmbH, Reutlingen, vollständig zu übernehmen. Der Erwerb wird aus Eigenmitteln der Romi finanziert und bedarf noch einer zeitnahen offiziellen Unbedenklichkeitserklärung der Kartellbehörde, wie Burkhardt+Weber mitteilt.

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Mit den Bearbeitungszentren von Burkhardt+Weberwill Indústrias Romi S.A. seine Position im Weltmarkt stärken. (Bild: Burkhardt+Weber)
Mit den Bearbeitungszentren von Burkhardt+Weberwill Indústrias Romi S.A. seine Position im Weltmarkt stärken. (Bild: Burkhardt+Weber)

Der Kaufpreis lag laut einer offiziellen Mitteilung von Romi bei 20,5 Mio. Euro, einschließlich 4,1 Mio. Euro Nettoliquidität. Burkhardt+Weber erwartet laut Romi für das Geschäftsjahr 2011/2012 (bis zum 31. März) einen Umsatz von 36 Mio. Euro und eine EBITDA-Marge von etwa 7,5%.

Romi setzt auf Qualität von Burkhardt+Weber

Romi erwirbt mit Burkhardt+Weber ein vorbildlich geführtes und auf hohem Technikniveau operierendes Unternehmen, weshalb auch das gesamte Knowhow und die Firmenstruktur unverändert bestehen bleiben, heißt es in der Mitteilung von Burkhardt+Weber. Die bisherige Unabhängigkeit des Unternehmens mit gleicher Führungs- und Personalstruktur bleibe erhalten und die Aktivitäten würden zukünftig marktorientiert ausgebaut.

„Burkhardt+Weber ist ein ausgezeichnet geführtes Unternehmen mit anspruchsvollsten Technologieanwendungen“, begründet Livaldo Aguiar dos Santos, CEO von Romi, den Kauf. „Diese Übernahme eines sehr renommierten Werkzeugmaschinenherstellers geht einher mit unserer Strategie der sinnvollen Zukäufe, um unsere Position im Weltmarkt auszubauen.“ Romi könne mit den Produkten von Burkhardt+Weber seine Baureihen erweitern und künftig Maschinen „Made in Germany“ auf dem amerikanischen Markt anbieten.

Burkhardt+Weber will mit Romi expandieren

Burkhardt+Weber könne im Gegenzug seine Aktivitäten, basierend auf Romis Finanzkraft und dem Zugang zu den weltweiten Kunden, ausbauen. Die neue Muttergesellschaft will alle notwendigen Investitionen, um Burkhardt+Weber stärker aufzustellen, eng begleiten.

„Diese strategische Entscheidung bedeutet für beide Seiten eine Win-Win Situation“, sagt Aguiar dos Santos. Zusätzlich werde die Übernahme durch die Fortführung der Vertriebs- und Serviceniederlassung in Shanghai in Kooperation mit dem bisheirgen Eigentümer Riello Sistemi begleitet.

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