Robotergreifer Rose, der feinfühlige Roboter-Greifer aus Japan

Quelle: Nomi-pte 2 min Lesedauer

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Forscher des Japan Advanced Institute of Technology haben nach dem Vorbild der Blüte einer Rose einen Greifer für Roboter entwickelt, der so sanft zupackt, dass er nicht einmal ein rohes Ei zerdrückt.

Der Robotergreifer „Rose“ kann eine Vielzahl von Objekten mit Leichtigkeit aufnehmen. Das Bild zeigt, wie er eine Kaffeedose greift. (Bild:  Van Anh Ho vom JAIST)
Der Robotergreifer „Rose“ kann eine Vielzahl von Objekten mit Leichtigkeit aufnehmen. Das Bild zeigt, wie er eine Kaffeedose greift.
(Bild: Van Anh Ho vom JAIST)

Der Robotergreifer „Rose“, entwickelt am Japan Advanced Institute of Technology besteht aus einer weichen und flexiblen, trichterförmigen Elastomerhülse. Diese „Rosenblüte“ ist auf einem starren kreisförmigen Sockel befestigt. Dieser Sockel ist mit einem elektrischen Aktuator verbunden, der ihn und damit auch die zweigeteilte Hülse gegeneinander verdrehen kann.

Faltenwurf des Greifers sorgt für festen Griff

Der rosenförmige Greifer faltet sich zusammen und legt sich sanft um das Objekt, das es zu bewegen gilt. Am Ziel angekommen wird der Sockel in die entgegengesetzte Richtung gedreht, sodass er sich entknittert und das Objekt freigibt. Laut den Experten ist Rose kostengünstiger in der Herstellung als herkömmliche weiche Greifer. Zudem kann er viel mehr beliebig geformte Objekten aufnehmen, weil er sanfter und gleichmäßiger Druck ausübt, und er ist sehr langlebig. Auch nach 400.000 Versuchen war er funktionsfähig, selbst als die Hülse Risse bekommen hatte.

Die harten Komponenten von Rose kommen aus einem 3D-Drucker, der Trichter wird mit einer Form und flüssigem Silikonkautschuk hergestellt. Dadurch wird sichergestellt, dass das Design leicht skalierbar und für die Massenproduktion geeignet ist. Rose eignet sich sehr gut für den Umgang mit empfindlichen Produkten wie Erdbeeren und Birnen sowie rutschigen Gegenständen, etwa einem gekochten und geschälten Ei, das in Olivenöl schwimmt. Mit einem Gewicht von weniger als 198 Gramm erreicht der Greifer ein Nutzlast-Gewichts-Verhältnis von 6.812 Prozent.

Zusätzliche Sensorfunktionen

Rose kann zusätzlich mit Sensorfunktionen ausgestattet werden. Dazu platzieren die Forscher mehrere Kameras auf der kreisförmigen Basis, die das mit optischen Markern bedeckte Innere des Trichters aufnehmen. So lässt sich deren Position erfassen und durch Bildverarbeitungsalgorithmen analysieren. Dieser vielversprechende Ansatz ermöglicht eine Größen- und Formschätzung des Objekts, das es zu packen gilt, sodass sich Rose entsprechend steuern lässt.

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