Automatica Insights, Impulse, Innovationen in München

Quelle: Pressemitteilung 10 min Lesedauer

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Am 24. Juni 2025 öffnen sich die Tore des Münchner Messegeländes für die Automatica. „Insights, Impulse, Innovationen“ lautet das Thema der Leitmesse für intelligente Automation und Robotik. Die Aussteller sorgen jedenfalls mit eriner reichen Palette an Neuheiten für Aufmerksamkeit. Hier einige der Highlights aus dem Bereich der Antriebstechnik.

Das Antriebssystem Tox ElectricDrive Core kombiniert Servoantrieb, Steuerung und Software.(Bild:  Tox Pressotechnik)
Das Antriebssystem Tox ElectricDrive Core kombiniert Servoantrieb, Steuerung und Software.
(Bild: Tox Pressotechnik)

Innovative Aktuatoren für aktive Exoskelette

Die Nabtesco Precision Europe GmbH ist Spezialist für Präzisionsgetriebe, darunter auch Robotergetriebe. Für das aktive Exoskelett des Studierenden-Projekts Rise (Research and innovation in student exoskeleton development) der TU Berlin hat das Unternehmen am Standort Limburg (Lahn, Ovalo GmbH) sechs Aktuatoren mitentwickelt, die helfen, Hüfte und Knie mobil zu machen. Das Exoskelett des Rise-Projekts ist live in Halle B6, Stand 311 zu sehen.

Exoskelette sind mechanische Assistenzsysteme, die direkt am Körper getragen werden und menschliche Bewegungen unterstützen oder sogar erst ermöglichen. Sie kommen in Branchen wie Industrie, Logistik, Handwerk und Gesundheitswesen zum Einsatz und werden unter anderem in der medizinischen Rehabilitation sowie bei der Arbeitsplatzergonomie genutzt. Man unterscheidet zwischen passiven (rein mechanischen), aktiven (motorunterstützten) und hybriden Ansätzen. Die Nachbildung eines humanoiden Bewegungsapparates auf höchstem Niveau ist jedoch eine echte Herausforderung – und gelingt nur mit wirklich spielfreien und kompakten Getrieben.

Nabtesco Precision Europe hat am Standort Limburg (Lahn, Ovalo GmbH) drei Aktoren pro Körperseite mitentwickelt: zwei an der Hüfte (1x Flexion/Extension und 1x Ab-/Adduktion) und einer am Knie (Flexion/Extension). Insgesamt kommen drei Aktuatortypen in zwei unterschiedlichen Konstruktionen (Knie/Hüfte) und mehreren Übersetzungen zum Einsatz. Im Fokus standen dabei vor allem die Themen Verfügbarkeit (die Entwicklungszeit des gesamten Exoskeletts betrug gerade einmal 2 Jahre), Reduzierung des Entwicklungs- und Designaufwands auf Seiten der Studierenden sowie Minimierung von Masse und Volumen.

Die elektromechanischen Antriebe bestehen aus Wellgetriebe, E-Motor sowie Positionssensorik und bieten eine hohe Performance bei minimalem Platzbedarf. Herzstück der Aktuatoren sind die Wellgetriebe. Diese kompakten, rücktreibbaren Präzisionsgetriebe werden nach Automotive-Standard gefertigt und zeichnen sich durch absolute Spielfreiheit, einen hohen Wirkungsgrad, eine hohe Drehmomentdichte sowie eine hohe Überlastsicherheit aus. Zudem sind sie wartungsfrei über die gesamte Lebensdauer und punkten mit einer niedrigen Massenträgheit, einem geringen Gewicht und einem geringen Betriebsgeräusch. Das Ergebnis sind dynamische, exakt ausgeführte Bewegungen mit einem Höchstmaß an Sicherheit.

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