Froehle Rotationsanlage fertigt Hohlkörper ohne Werkzeugwechsel

Redakteur: Josef-Martin Kraus

Froehle hat eine Rotationsformanlage für Hohlkörper bis 500 mm Durchmesser und 1000 mm Höhe entwickelt. Das Besondere an der Anlage ist, dass damit ein automatische Fertigung ohne Werkzeugwechsel ermöglicht wird. Entwicklungsbasis ist die patentierte Anlage 2000.

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Mit der Anlage soll vor allem das gängige Hohlraumvolumen bis etwa 150 l abgedeckt werden. Produktionskammer und Werkzeug öffnen sich automatisch. Der fertig produzierte Hohlkörper kann entnommen werden. Dies ist zum Beispiel mit Hilfe eines Robotergreifarms möglich.

Hohlkörper mit deutlich niedrigeren Kosten fertigen

Im Vergleich zur aufwendigen Demontage des Werkzeugs und der Entnahme des Produkts sieht Froehle-Geschäftsführer Wilhelm Kannengießer darin einen enorme Zeitersparnis und damit niedrigere Fertigungskosten.

Weitere Einsparungen betreffen die Energiekosten. Denn beim Schmelzen des Kunststoffpulvers oder der Kunststoffpaste ist die Wärmezufuhr gezielt auf den Werkzeugmantel gerichtet. Sie verliert sich nicht in der Tiefe der Produktionskammer.

Rotationsanlage mit gesteigerter Energieeffizienz

Auch der Kühlprozess verlaufe energiesparend, sagt Kannengießer. Während der der Abkühlphase öffnet sich die Produktionskammer ein wenig, um die Abkühlung des Werkzeuges zu beschleunigen. Eine zusätzliche Kühlkammer ist nicht erforderlich.

Die komplette Anlage besteht „aus einem Stück“ und kann so auch transportiert werden. Sie wiegt etwa 1,5 t. Der Transport mit einem Stapler ist möglich. Die Anlage benötigt 2,2 m × 2,2 m Stellfläche. Sie ist rund 1,8 m hoch.

Auf einem Lkw können zwei Anlagen gleichzeitig transportiert werden. Vom Preis her liegt die Anlage laut Kannengießer deutlich unter dem herkömmlicher Baugrößen, die einen höheren Platzbedarf erfordern und in der Regel mit einer großen Produktionskammer ausgestattet sind.

Formwerkzeuge für Hohlkörper aus Aluminiumblech geschweißt oder im Galvanoverfahren hergestellt

Im Anwendungsfokus der Maschine steht die Fertigung geometrisch komplizierter Hohlkörper. Weil die Formwerkzeuge keinen Drücken bei der Bauteilformgebung ausgesetzt sind, können sie aus einer geschweißten Aluminiumblechkonstruktion bestehen oder im Galvanoverfahren hergestellt werden. Das Galvanoverfahren bietet sich nach Angaben von Kannengießer besonders bei Kleinserien und Abmusterungen an, die beispielsweise auf Messen vorgestellt werden.

Das Prinzip des Rotationsformens beruht auf Fliehkrafteffekten. Bei der Herstellung der Hohlkörper wird die Produktionskammer samt Werkzeug in Rotation versetzt.

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