Wenn es darum geht, Schmiedeteile spanend nachzubearbeiten, müssen Maschinen und Komponenten ihre Qualität beweisen. Das ist dem Sondermaschinenbauer SSB-Maschinenbau gelungen. Dabei spielten ein Rundtisch von Fibro und ein Linearhandlingsystem von Fibro Läpple Technology eine wichtige Rolle.
Hier läuft alles zusammen: Der Fibrotakt-Rundtisch steht im Mittelpunkt des Bearbeitungszentrums, das SSB-Maschinenbau derzeit montiert.
(Bild: SSB-Maschinenbau / Holger Klatte)
Wenn eine Bearbeitungsaufgabe für Standard-Werkzeugmaschinen zu schwierig wird, ist das ein Fall für SSB-Maschinenbau. Der Bielefelder Hersteller wurde ursprünglich als Walter Wölfel Maschinenfabrik im Jahr 1950 gegründet und ist seit der Übernahme und Umfirmierung im Jahr 1983 als SSB-Maschinenbau bekannt. Der Name steht für kundenspezifische Werkzeugmaschinen und eine auf das jeweilige Werkstück optimierte Produktion. Dabei bietet das Unternehmen eine breite Palette an Lösungen: Die horizontalen Fertigungszentren dienen vor allem zum Bohren, Fräsen, Gewinden und auch zur Drehbearbeitung. Für die Bearbeitung von großflächigen Werkstücken in Werkzeug- und Formenbau, Maschinenbau und Stahlbau hat SSB Portal-Bearbeitungszentren entwickelt. Mit der Erfahrung daraus entwickelten die Bielefelder Ingenieure vertikale Portalzentren als neuartige Maschinenkonzeption. Spezielle Werkzeugmaschinen und ein neuartiges Bearbeitungszentrum für die maschinelle Bearbeitung von Aluminium-Rädern ergänzen das Portfolio im Zerspanungsbereich.
Auch bei Umformmaschinen ist das Unternehmen aktiv: Als vertikale Drückmaschine bietet SSB ein Drückzentrum mit einzeln programmierbaren Rollenachsen für die Warm- und Kaltumformung von Pkw- und Lkw-Aluminiumrädern. Für das Schmieden von Aluradrohlingen mit einem Durchmesser von bis zu 36 Zoll kommt aus Bielefeld eine 350-Tonnen-Rotationsschmiedepresse. Die SSB-Maschinen sind heute weltweit im Einsatz, ob in den USA oder China, Südafrika, Russland oder Europa. Vor allem die Zuverlässigkeit hat einen wichtigen Grund: Die Maschinen des Bielefelder Herstellers sind in den Werkshallen seiner Kunden normalerweise nur ein Mal vorhanden. Wenn es also einen Ausfall gibt, kann es sein, dass beim Maschinenkäufer gleich die gesamte Produktion stillsteht.
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22 Jahre lang zuverlässig Schmiedeteile bearbeitet
Wie ernsthaft das Thema bei den Bielefeldern gelebt wird, zeigt ein Bearbeitungszentrum: Beachtliche 22 Jahre lang hat es Schmiedeteile präzise gefräst, gebohrt und gespindelt. Die Werkstücke sind Kettenglieder von Fördersträngen im Bergbau. „Diese Kettenglieder müssen präzise gearbeitet sein, damit im Betrieb der Verschleiß minimiert wird. Es sind ohnehin Verschleißteile, doch der Anwender profitiert davon, wenn er sie möglichst wenig austauschen muss“, erklärt Holger Klatte, Geschäftsführer von SSB-Maschinenbau. Denn die Umgebungsbedingungen sind äußerst rau: Staub, Schutt und Geröll belasten diese Förderanlagen erheblich, Wind und Wetter kommen hinzu. Die hohen Transportgewichte sorgen ihrerseits für eine entsprechende Abnutzung.
Das Bearbeitungszentrum, das diese Kettenglieder nachbearbeitet, enthält vier Bearbeitungs- sowie eine Be- und Entladeeinheit. Die Maschine wurde speziell für den Kunden aus dem Ruhrgebiet gefertigt. Und weil dieses Unternehmen mehr Kapazität benötigt, hat es inzwischen eine baugleiche Maschine bestellt, nur etwas größer.
SSB baut gleiche Maschine zum vierten Mal
Eine solche Anfrage ist bei SSB-Maschinenbau eher ungewöhnlich. „Wir beschäftigen uns eigentlich nur mit Stückzahl eins, Stückzahl zwei ist bei uns schon eine große Serie“, sagt Klatte. Doch in diesem Fall hat sich die alte Maschine sehr gut bewährt. Dass jetzt die Bestellung für eine baugleiche Maschine kam, vereinfacht nicht nur das Engineering und die Konstruktion. Auch die Ersatzteilhaltung wird dadurch wesentlich unkomplizierter.
Im aktuellen Fall war ebenfalls klar: Es wird erneut ein Rundtisch von Fibro. „Wenn sich die Technik bewährt hat, diskutiert man nicht mit dem Kunden, ob man etwas anderes einbaut“, verdeutlicht Klatte. Schließlich hat der Rundtisch 22 Jahre hervorragend gehalten und nur den üblichen Verschleiß aufgewiesen.
Rundtisch macht das Bearbeitungszentrum richtig präzise
Der Rundtisch in diesem Bearbeitungszentrum stammt aus der Fibrotakt-Baureihe und weist eine Hirth-Planverzahnung auf. Diese Auswahl macht deutlich, welche Präzision bei den Kettengliedern gefordert ist: „Der Rundtisch erfüllt die Anforderungen der Genauigkeitsklasse 2. Das bedeutet eine Präzision von ± 3 Winkelsekunden“, erläutert Frithjof Höbel, technischer Berater bei Fibro Rundtische. Der Schaltteller hat einen Durchmesser von 1.250 Millimetern. Darauf ist ein gesteuerter Drehverteiler mit fünf Ölleitungen, der Öldruck beträgt 250 Bar.
Stand: 08.12.2025
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Hinter diesem Produkt steht viel Erfahrung: Als weltweit erster Anbieter etablierte Fibro bereits 1962 mit dem Fibrotakt einen Rundschalttisch mit Planverzahnung. Er wurde für möglichst genaue Teilungen und die Aufnahme hoher Bearbeitungskräfte entwickelt. Eine hydraulische Verriegelung in der Planverzahnung sorgt bei Fibrotakt dauerhaft für hohe Genauigkeit und Starrheit. Der Einbau-Rundschalttisch kombiniert kürzeste Schaltzeiten – auch mit schweren Aufbauten – mit maximaler Genauigkeit und Starrheit.
Auch eine Schwestergesellschaft ist an der Maschine beteiligt: Von FLT (Fibro Läpple Technology) stammt das Linearhandlingsystem: ein Linearportalroboter, Typ LGR-2 mit H-Lader, Rotation und Doppelgreifer. Es dient dazu, die Werkstücke in das Bearbeitungszentrum einzulegen und sie wieder zu entnehmen.
Altes Bearbeitungszentrum wird weiter genutzt
Wie gut SSB in der Vergangenheit gearbeitet hat, zeigen auch die Pläne für das bestehende Bearbeitungszentrum. Es soll trotz seines beachtlichen Alters überholt und dann weiterhin eingesetzt werden.
„Wir sind nicht die Billigsten, aber sehr zuverlässig“, bilanziert der SSB-Geschäftsführer abschließend. Deshalb empfiehlt Klatte auch gerne die Rundtische von Fibro: „Wir haben damit gute Erfahrungen gemacht. Auch die Zusammenarbeit ist sehr gut und partnerschaftlich.“