Beweglicher Schlaukopf Sachsens erster mobiler Quantencomputer steht parat

Quelle: Fraunhofer-IWU 1 min Lesedauer

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Der erste relativ kompakte, bewegliche und bei Raumtemperatur arbeitende Quantencomputer steht in Sachsen!

Tor in die Zukunft! Das ist der erste bewegliche Quantencomputer, der nicht viel größer ist als ein üblicher, hüfthoher Küchenschrank. Er arbeitet für das Sächsische Forschungsnetzwerk für Quantentechnologien (SAX-QT) und funktioniert sogar bei Raumtemperatur.(Bild:  Fraunhofer-IWU)
Tor in die Zukunft! Das ist der erste bewegliche Quantencomputer, der nicht viel größer ist als ein üblicher, hüfthoher Küchenschrank. Er arbeitet für das Sächsische Forschungsnetzwerk für Quantentechnologien (SAX-QT) und funktioniert sogar bei Raumtemperatur.
(Bild: Fraunhofer-IWU)

Quantencomputer sind prinzipiell um ein Vielfaches leistungsfähiger als herkömmliche Computer und könnten künftig hochkomplexe Aufgabenstellungen in vielen Bereichen lösen – solche, die die Rechenleistung heutiger Computer entweder überfordern würden oder mit klassischen Rechnern nicht wirtschaftlich umsetzbar sind, wie die Experten vom Fraunhofer-Institut für Werkzeugmaschinen und Umformtechnik (IWU) erklären. Dennoch stehe die Entwicklung von Quantencomputern ganz am Anfang. Die Geräte sind etwa noch sehr voluminös, teuer und meist nur unter Laborbedingungen bei Temperaturen unter -270 °C am Funktionieren. Doch der vom Leipziger Startup Saxon-Q bezogene Quantencomputer ist als einer der ersten seiner Art industrietauglich und recht handlich konstruiert. Die Prozessoren der mobilen Box kommen auch ohne Kühlung und komplexe Infrastruktur aus. Außerdem sei das Ganze unempfindlich gegen Störungen von außen. Die Qubits, also die Recheneinheiten des Quantencomputers, werden dazu auf einem wenige Millimeter messenden Diamant-Chip erzeugt. Seit dem 11. Juni arbeitet im Dresdner Institutsteil des Fraunhofer-IWU also dieser neue 4-Qubits-Quantencomputer. Er steht dabei dem Sächsischen Forschungsnetzwerk für Quantentechnologien (SAX-QT), an dem sich mehrere Fraunhofer-Institute, Universitäten und Hochschulen beteiligen, zur Verfügung.

Quantencomputing kann man jetzt erlernen

Wissenschaft und Wirtschaft versprechen sich von der Quantentechnologie im Vergleich zu üblichen Rechnern bekanntlich erhebliche Steigerungen in puncto Leistungsfähigkeit und Energieeffizienz. Vereinfacht gesagt, müssen heutige (digitale) Computer jede Operation mit 0 und 1 sequenziell (also nacheinander) berechnen. Quantencomputer aber können alle (möglichen) Optionen parallel (also gleichzeitig) durchspielen, wie man betont. Für die Datenverarbeitung ergeben sich so faszinierende neue Möglichkeiten, bei einem drastisch reduzierten Energiebedarf. Aber nicht nur KI-Anwendungen (KI = künstliche Intelligenz), die heutigen Rechnern enorme sequenzielle Rechenleistungen abverlangen, könnten in Zukunft erheblich umwelt- respektive klimafreundlicher ablaufen. Das IWU hat übrigens bereits Schulungen zum Quantencomputing für alle Interessierten aus Industrie und Forschung im Angebot. So soll der einfache Einstieg in die Welt des Quantencomputings gelingen.

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