100 Jahre Hartmetall – und jetzt?

Sandvik Coromant erzählt die Hartmetall-Story und mehr

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Dem Osram-Entscheider Schröter ging ein Licht auf

Der Erfolg des Schnellarbeitsstahls führte zu einer Weiterentwicklung der Industrie, die in der Erfindung des Hartmetalls gipfelte. Am 30. März 1923 meldete Karl Schröter, der damalige Leiter von Forschung und Entwicklung beim deutschen Leuchtmittelhersteller Osram, das erste Patent an, das den Titel trug „Gesinterte harte Metalllegierung und Verfahren zu ihrer Herstellung“ (DE420689). Ursprünglich war das Material für Zieheisen in der Glühbirnenindustrie gedacht. Doch später wurde Hartmetall als Basis für Zerspanungswerkzeuge entwickelt und getestet. Als solches wurde es 1927 auf einer Ausstellung in Leipzig vorgestellt. Zur Herstellung von Hartmetall werden feine Carbidteilchen mit einem Metallbindemittel zu einem Verbundstoff verarbeitet. Zu den gebräuchlichsten Carbiden gehören Wolframcarbid (WC), Titancarbid (TiC) und Tantalcarbid (TaC), wobei häufig Kobalt und Nickel als Bindemetalle verwendet werden.

So wie die Einführung des Schnellarbeitsstahls den Fertigungsmarkt revolutionierte, ermöglichte die Erfindung des Hartmetalls dann eine noch schnellere Bearbeitung, sodass Schnittgeschwindigkeiten von bis zu 150 Metern pro Minute möglich wurden.

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Bei Sandvik etabliert sich die „Hartmetall-Schmiede“

In dieser Zeit begann auch Sandvik mit der Entwicklung von Hartmetallwerkzeugen und die Marke Sandvik Coromant wurde 1942 mit dem alleinigen Ziel gegründet, moderne Zerspanungswerkzeuge aus Hartmetall anzubieten. Die ersten Hartmetallwerkzeuge von Sandvik Coromant für die Metallzerspanung wurden im darauffolgenden Jahr hergestellt. Mit der zunehmenden Industrialisierung in den 1950er und 1960er Jahren stieg die Nachfrage weiter an.

Bereits 1969 war Sandvik Coromant das erste Unternehmen weltweit, das mit Keramik beschichtete Hartmetall-Wendeschneidplatten anbot. Die keramische „Gamma Beschichtung“ verbesserte die Verschleiß- und Hitzebeständigkeit der Werkzeuge wiederum deutlich und damit die Zerspanungsleistung um bis zu 50 Prozent. Das Unternehmen baute sein Hartmetallsortiment schließlich weiter aus und entwickelte neue Sorten und Bohrer für eine Vielzahl von Branchen. Im Jahr 2005 wurde die Sorte GC 4225 zur weltweit meistverkauften Hartmetallsorte.

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