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Wie ist denn das Jahr 2012 bislang für Sandvik Coromant verlaufen?
Munier: Wir haben innerhalb EMEA im ersten Halbjahr ein Plus von über 10 % im Vergleich zu 2011. Es gibt kein Land, das keinen Zuwachs hat, aber wir haben durchaus unterschiedliche Entwicklungen. In Russland oder England konnten wir beispielsweise um über 25 % zulegen. Auch weltweit wächst Coromant, obwohl wir natürlich Unterschiede merken zwischen Amerika und Asia-Pacific. China ist nicht so gut wie erwartet, aber die USA sind sehr stark.
Wo haben Sie besonders zugelegt?
Munier: In der Luftfahrtindustrie konnten wir durch neue Anwendungen im Bereich Composites deutlich wachsen. Im EMEA-Raum sind wir für Zerspanwerkzeuge die Nummer eins in der Luftfahrtindustrie.
Wie haben Sie sich im deutschen Markt geschlagen?
Göppert: Auf ein Plus von 7 % im Vergleich zum Vorjahr in einem sehr hart umkämpften Markt können wir stolz sein. Wenn wir den Bereich Werkzeugmaschinenbau als Ausrüstungspartner betrachten, dann liegen wir nach sechs Monaten immer noch bei einem Wachstum von 30 % und wir hatten 2011 schon eine Riesenentwicklung. Bei Aerospace sind wir erst vor zweieinhalb Jahren eingestiegen und konnten bislang jeweils um 30 % zulegen. Und dieses Wachstum planen wir auch in diesem Jahr.
Wie beurteilen Sie die weiteren Aussichten?
Munier: Wir glauben, dass die jetzige Situation so bleiben wird bis Ende des Jahres, wahrscheinlich bis Anfang 2013. Das bedeutet, wir hoffen, 2012 ein Plus zwischen 8 und 10 % zu erreichen.
Göppert: Wenn nichts Unvorhergesehenes mit dem Euro passiert, dann gehe ich in diesem Jahr für Deutschland von 5 bis 6 % Wachstum aus.
Wo will sich Sandvik Coromant zukünftig verstärkt engagieren?
Munier: Die Automobilindustrie werden wir mehr im Fokus haben. Wir werden in den EMEA-Ländern einen Automotive-Manager einstellen, der alle Aktivitäten in Europa unterstützen und führen soll. Zum 1. Juli haben wir auch das Direktkundengeschäft der Sandvik-Tochter Safety in Coromant integriert. Safety hat viele Direktkunden in der Automobilindustrie und dort großes technischen Know-how. Von dieser Kompetenz wollen wir profitieren.
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