Epson Scara-Roboter deckt zylindrischen Arbeitsraum ab

Redakteur: Rüdiger Kroh

Man erkennt sie erst auf den zweiten Blick, die besondere Kinematik des Scara-Roboters RS Spider von Epson. Doch dann fragt man sich unwillkürlich: Warum ist darauf noch niemand gekommen?

Anbieter zum Thema

Mit dem Spider hat das japanische Unternehmen einen Scara-Roboter entwickelt, der nicht mehr nur den klassischen Arbeitsraum in Nierenform abdeckt. Bei dem an der Decke montierten Gerät schwenkt der Arm unter dem eigentlichen Roboterkörper hindurch und erreicht so jeden Punkt innerhalb eines zylinderförmigen Arbeitsraumes. Wo ein normaler Scara-Roboter umschwenken muss, nimmt der Epson-Spider den direkten Weg. Damit nutzt er den gegebenen Platz optimal aus und ermöglicht den Aufbau flexibler Produktionsstrukturen, betont das Unternehmen.

Weil der Scara RS jeden Punkt seines Arbeitsraums direkt erreicht, reduzieren sich zudem die Taktraten deutlich. Epson nennt im Vergleich zu einem herkömmlichen Scara-System eine Verringerung der Taktzeit um mehr als 15%. Gegenüber einem kartesischen Roboter seien sogar 25% möglich. Der erste Vertreter dieser neuen Produktfamilie ist der Epson RS3-R351S mit 350 mm Armlänge.

Gesteuert wird der Epson-Scara RS3-R351S durch den RC 180 Controller von Epson, der die Integration des Roboters in bestehende Produktionsstraßen und -abläufe erleichtert. Anwender programmieren den RS Spider dabei frei über die Entwicklungsumgebung Epson RC+. Diese Softwaresteuerung ist einfach zu bedienen und verfügt nach Herstellerangaben über zahlreiche integrierte Optionen und Schnittstellen, darunter Vision Guidance, Net-Unterstützung, Profibus, DeviceNet und EtherNet/IP.

(ID:292325)