FAG Innovation Award 2014 Schaeffler FAG Stiftung zeichnet Nachwuchswissenschaftler aus

Autor Stefanie Michel

Für drei herausragende Abschlussarbeiten hat die Schaeffler FAG Stiftung am 17. März 2015 den Innovation Award 2014 verliehen. Den ersten Preis erhielt ein Nachwuchswissenschaftler, der sich mit dem Einbringen von Sensorstrukturen auf die Oberflächen von gehärteten Stählen beschäftigt.

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Klaus Widmaier, Vorsitzender Stiftungsvorstand, würdigte die Leistungen der Nachwuchswissenschaftler bei der Verleihung des FAG Innovation Award 2014.
Klaus Widmaier, Vorsitzender Stiftungsvorstand, würdigte die Leistungen der Nachwuchswissenschaftler bei der Verleihung des FAG Innovation Award 2014.
(Bild: Stefanie Michel)

Bereits seit 35 Jahren zeichnet die Schaeffler FAG Stiftung jährlich Nachwuchswissenschaftler aus, die herausragende Forschungsarbeit auf dem Gebiet der Lagerungstechnik geleistet haben. Den ersten Preis des FAG Innovation Award 2014 mit einem Preisgeld von 10 000 Euro erhielt Dr.-Ing. Cord Hinrich Winkelmann von der Universität Bremen. Er erforschte die Ausstattung eines Wälzlagers mit Sensorik zur Kraftmessung auf der Lauffläche.

Dazu wurden Sensorelemente in der Lauffläche versenkt, um sie vor den Belastungen durch die Überrollung zu schützen. Die Hauptaufgabe von Dr. Winkelmann bestand darin, einen Fertigungsprozess zu entwickeln, um Sensorstrukturen auf planaren und gekrümmten Oberflächen von gehärteten Stählen einzubringen.

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Innovation Award
Schaeffler fördert mit dem Innovation Award junge Wissenschaftler

Seit ihrer Gründung 1983 fördert die Schaeffler FAG Stiftung Wissenschaft, Forschung und Lehre im Bereich Technik und Naturwissenschaft mit Bezug zur Lagerungstechnik (Wälz, Gleit-, Linear- und Magnetlager). Mit dem Innovation Award werden Menschen ausgezeichnet, die sich für Technik begeistern und hervorragende Forschungsarbeit leisten. Das können eine Dissertation, eine Master- oder Diplomarbeit sein, aber auch Schulprojekte, die das Verständnis und die Begeisterung für Naturwissenschaft und Technik bei Schülern fördern.

Die Stiftung soll eine Brücke zwischen Wirtschaft und Wissenschaft schlagen. Deshalb sind neben Maria-Elisabeth Schaeffler-Thumann, Georg F.W. Schaeffler und Klaus Rosenfeld auch Prof. Dr.-Ing. Christian Brecher von der RWTH Aachen, Prof. Dr.-Ing. Udo Lindemann von der TU München, Prof. Dr. Robert Grebner von der FH Würzburg-Schweinfurt sowie Prof.Dr.-Ing. Sandro Wartzack von der FAU Erlangen-Nürnberg im Stiftungsrat tätig.

Insgesamt wurden in diesem Jahr Preisgelder in Höhe von 27 800 Euro vergeben, darunter der erste Preis mit einem Preisgeld von 10 000 Euro.

Die Motivation, die hinter dieser Arbeit steckt, klingt ganz nach Industrie 4.0: Die Idee kommt aus dem Condition Monitoring, wo ein separater Sensor Daten an der Komponente sammelt. Dieser Sensor soll nun ein Bestandteil der Komponente Wälzlager werden. Eine solche Innovation ist ganz im Sinne von Schaeffler, denn das Unternehmen beschäftigt sich intensiv mit dem (Mehr-)Wert von Industrie 4.0. Dazu gehört unter anderem auch, klassische Komponente hin zum System mit Sensorik zu entwickeln.

Der zweite Preis des Innovation Awards ging an Raimund Thomas für seine Arbeit über die Dynamiksimulation eines Wälzlagerkäfigs im Zylinderrollenlager, den dritten Preis erhielt Dr. Edgar Schulz für die wissensbasierte Vorhersage der Reibung in komplexen tribologischen Systemen. Robert Schullan, Mitglied im Vorstand der Schaeffler AG und Vorsitzender der Geschäftsleitung Schaeffler Industrie, Klaus Widmaier, Vorsitzender des Stiftungsvorstands und Geschäftsleitung Personal Schaeffler Automotive und Industrie, sowie Dirk Spindler, Leiter Forschung & Entwicklung Schaeffler Industrie und Mitglied der Geschäftsleitung Schaeffler Industrie, übergaben die Auszeichnungen im Rahmen einer Feierstunde in Schweinfurt an die Preisträger.

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