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Schaeffler will Continental nicht zerschlagen
Durch Schaeffler wird es deshalb auch keine Zerschlagung der Continental AG geben. Das Unternehmen soll auch künftig an der Börse notiert sein, wenn möglich im DAX. Continental soll als eigenständige Gesellschaft mit Sitz in Hannover erhalten bleiben. Durch die Transaktion wird es nicht zum Verlust von Arbeitsplätzen kommen.

Die Schaeffler-Gruppe hält derzeit 2,97% der Continental-Aktien und ist auf der Grundlage von Finanzinstrumenten berechtigt, weitere 4,95% der Continental-Aktien zu erwerben. Schaeffler hat darüber hinaus Swap-Geschäfte über etwa 28% der Continental-Aktien abgeschlossen. Diese Swap-Geschäfte sind in Geld zu erfüllen und daher nach dem Wertpapierhandelsgesetz nicht meldepflichtig. Die Swap-Geschäfte können von Schaeffler jederzeit gekündigt werden. Die Schaeffler-Gruppe hat noch nicht entschieden, ob und wann die Kündigung erfolgen soll. Wenn sie entscheidet, die Swap-Geschäfte während der Annahmefrist oder der weiteren Annahmefrist zu kündigen, könnten ihr nach einer Kündigung hieraus bis zu 28% der Aktien der Continental AG im Rahmen des Übernahmeangebotes angedient werden.
Finanzierung des Übernahmeangebots in trockenen Tüchern
Die Finanzierung eines Übernahmeangebots für den Erwerb aller Aktien ist in vollem Umfang gesichert. Schaeffler wird die Finanzierung aus eigener Kraft bedienen und ist nicht auf Mittel der Continental AG angewiesen.
Die beiden Unternehmen passen gut zueinander. Schaefflers Stärken bei mechanischen, mechatronischen und Präzisionskomponenten für Motor (Powertrain), Getriebe sowie Fahrwerk und Continentals Stärken bei Elektronik- und Softwaresystemen für Motor, Fahrwerk und Innenraum ergänzen sich sehr gut. Speziell die Koordination der Entwicklungs- und Innovationskompetenzen soll beiden Technologieführern zusätzliche Marktchancen eröffnen. Damit sollen Schaeffler und Continental noch besser in der Lage sein, Lösungen für die technologischen Herausforderungen der Automobilindustrie anzubieten.
Produktportfolios von Schaeffler und Continental ergänzen sich
Über den Ausbau gemeinsam abgestimmter Projekte können beste Voraussetzungen geschaffen werden, noch stärker von den zentralen Zukunftsfeldern der Automobilbranche wie dem „energieeffizienten Auto der Zukunft“ zu profitieren: So soll das sich ergänzende Produktportfolio zusätzliche Chancen bieten, Systeme zur Reduzierung des Kraftstoffverbrauchs zu entwickeln, wie zum Beispiel umweltschonende Hybrid-Antriebe oder emissionsfreie elektrische Antriebe.
Das Management von Schaeffler stehe im Interesse der Zukunft beider Unternehmen und einer industriepolitisch überzeugenden Lösung für eine Fortführung der Gespräche und einem Dialog mit Arbeitnehmervertretern zur Verfügung.
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