Dynamischer fahren Schaeffler präsentiert weltweit einmalige Hinterachslenkung

Quelle: Pressemitteilung von Schaeffler 2 min Lesedauer

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Mehr Agilität in Kurven, mehr Manövrierfähigkeit in der Stadt: Die neue mechatronische Hinterachslenkung von Schaeffler feierte jüngst ihre Premiere im elektrischen SUV eines renommierten Fahrzeugherstellers.

So sieht buchstäblich der fahrtechnische Wendepunkt im Automobilbau aus. Denn das ist die bisher einzigartige mechatronische Schaeffler-Hinterachslenkung. Hier erklären die Experten, welche Vorteile sich aus dem ausgeklügelten Lenksystem in Sachen Fahrverhalten ergeben.(Bild:  D. Karmann)
So sieht buchstäblich der fahrtechnische Wendepunkt im Automobilbau aus. Denn das ist die bisher einzigartige mechatronische Schaeffler-Hinterachslenkung. Hier erklären die Experten, welche Vorteile sich aus dem ausgeklügelten Lenksystem in Sachen Fahrverhalten ergeben.
(Bild: D. Karmann)

Aufgrund des neuen Lenksystems in Form der Schaeffler-Hinterachslenkung mit einem ausgeklügelten Planetenwälz-Gewindetrieb gewinnen die damit ausgerüsteten Fahrzeuge im Stadtverkehr an Handlichkeit, bei Spurwechseln an Stabilität und beim Parken an Manövrierbarkeit, zählt Schaeffler mit Blick auf die fahrdynamischen Vorteile der Erfindung auf. Das Unternehmen hat sich, wie es weiter heißt, vom Komponentenanbieter für Fahrwerksysteme zum Lieferanten für komplette Lenkungssysteme entwickelt. Das neuartige Lenksystem wird als weltweit einmalig bezeichnet. Es ist vergleichsweise kompakt, leise im Betrieb und außerdem relativ leicht. Dafür habe man in diesem Zukunftsfeld in den letzten Jahren umfangreiche Kompetenzen aufgebaut. Schaeffler will in diesem Metier nun auch weiter wachsen. Die ersten Fahrzeuge mit dieser Hinterachslenkung gehen noch in diesem Jahr in Serie, heißt es. Weitere Automobilhersteller sollen bereits nachfragen.

Ein antriebstechnisches Alleinstellungsmerkmal

Das neue mechatronische Hinterachs-Lenksystem besteht aus zwei Teilsystemen. Das Herzstück ist laut Schaeffler eine hochpräzise Mechanik mit dem besagten Planetenwälz-Gewindetrieb, das sich von den üblichen Trapezgewindetrieben durch einige Vorteile abhebt. Es wurde aus der Industriesparte des Unternehmens übernommen und an die Anforderungen moderner Fahrzeuge angepasst wurde. Hinzu kommt das sogenannte Powerpack, das Elektronik, Elektromotor sowie Software beinhaltet. Schaeffler entwickelt außerdem das Gesamtsystem und übernimmt die Systemintegration in die Kundenfahrzeuge. Mit dieser Neuheit ist es möglich, gleichzeitig sowohl die hohen automobilen Sicherheitsanforderungen (Automotive Safety Integrity Level, ASIL, der Stufe D) zu erfüllen als auch einen deutlich höheren Wirkungsgrad zu erreichen, die Reibung zu reduzieren und die Reaktionszeit des Systems zu verringern. Damit erreicht Schaeffler eine präzisere und gleichzeitig sicherere Fahrzeugbewegung.

Schaeffler-Hinterachslenkung freut E-Mobil-Enthusiasten

Davon profitieren nach Ansicht von Schaeffler insbesondere Fahrer von Elektroautos. Denn durch die oft im Unterboden verbauten Batterien resultiert ein größerer Radstand der Fahrzeuge im Vergleich zu Autos mit Verbrennungsmotor. Das erzeugt aber einen größeren Lenkradius und damit eine schlechtere Manövrierbarkeit des Fahrzeugs. Abhilfe schaffe eben jetzt die Schaeffler-Hinterachslenkung. Denn bei einem Spurwechsel – vor allem bei höherem Tempo – unterstütze das System die Lenkbewegung der Vorderachse in der gleichen Lenkrichtung. Die Fahrzeugbewegung wird so stabiler und das Handling angenehmer, wobei die Sicherheit steigt. In engen Kurven gewönnen die Autos mit der zusätzlichen Lenkunterstützung an Agilität, weil nun Vorder- und Hinterräder in die entgegengesetzte Richtung lenkten. Dadurch entsteht eine sogenannte virtuelle Radstandverkürzung und die Fahrzeuge lassen sich mühelos durch die Kurve dirigieren, wie die Schaeffler-Ingenieure erklären. Beim Rangieren verringere die Lenkung so den Wendekreis und mache das Fahrzeug deutlich besser manövrierbar, was vor allem in Innenstädten mit wenig Platz und bei U-Turns nützlich sei. Schließlich verbessert das System die Eingriffsmöglichkeiten automatisierter Spurwechselassistenten, wie Schaeffler noch anmerkt.

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