Magnet- und Wälz-Fanglager Schaeffler und FH Zittau/Görlitz kooperieren

Redakteur: Jürgen Schreier

Die Schaeffler Technologies GmbH & Co. KG hat mit der Hochschule Zittau/Görlitz eine Forschungskooperation vereinbart. Gegenstand ist die Weiterentwicklung der Magnet- und Fanglagertechnologie, die für Großanlagen wie Dampf- und Gasturbinen und Großpumpen zunehmend an Bedeutung gewinnt.

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(Bild: Schaeffler)

Die Hochschule Zittau/Görlitz gehört international zu den führenden wissenschaftlichen Einrichtungen auf diesem Gebiet. Schaeffler verfügt über 30 Jahre Erfahrung in der Fanglagertechnologie und hat auf der Hannover-Messe 2013 mit dem FAG Active Magnetic Bearing erstmals ein komplettes Magnetlagersystem inklusive Wälz-Fanglager vorgestellt. Gesamtziel der Kooperation ist die Steigerung der Energieeffizienz von Großanlagen durch den Einsatz innovativer Magnetlager-Konzepte mit höherem Wirkungsgrad.

Aufbau einer Versuchsanlage an der Hochschule geplant

Erstes gemeinsames Projekt der beiden Partner ist der Aufbau einer Versuchsanlage an der Hochschule, die Langzeittests unter annähernd realen Bedingungen ermöglicht. Damit sollen die Auswirkungen unterschiedlicher Einflussgrößen auf Belastungsfähigkeit und Wirkungsgrad der Magnet- und Fanglager experimentell untersucht und Simulationsmodelle validiert werden.

Der Aufbau des Prüfstands wird im Frühjahr 2014 abgeschlossen sein. Die Hochschule wird dann über das weltweit modernste und umfangreichste Prüffeld für die Magnetlagertechnologie verfügen.

Die Hochschule Zittau/Görlitz hat sich in den letzten 20 Jahren zu einem Zentrum der Magnetlagertechnologie entwickelt. „Mit dem neuen Prüfstand werden wir der Magnetlagertechnologie weitere Impulse geben können, die letztlich zu mehr Energieeffizienz und verbessertem Klimaschutz führen werden. Schaeffler ist dafür ein idealer Partner“, so Prof. Dr.-Ing. Frank Worlitz, Leiter des Fachgebiets Mechatronische Systeme am Institut für Prozesstechnik, Prozessautomatisierung und Messtechnik (IPM) der Hochschule Zittau/Görlitz.

Nachfrage nach innovativen Lagerungskonzepten wird weiter wachsen

Für Dirk Spindler, Leiter Forschung & Entwicklung Schaeffler Industrie und Mitglied der Geschäftsleitung Schaeffler Industrie, steht neben der wissenschaftlichen Grundlagenarbeit die industrielle Anwendung im Fokus, da die Nachfrage nach innovativen Lagerungskonzepten, z.B. im Bereich der Energietechnik, in Zukunft weiter wachsen wird: „Unser neues Magnetlagersystem ist auf erhebliche Resonanz im Markt gestoßen. Energieeffiziente, wirtschaftliche und langlebige Systeme für weitere Anwendungsgebiete sind daher ein wichtiger Baustein unserer Entwicklungsstrategie im Bereich der Magnetlagertechnologie“, so Spindler.

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