Anbieter zum Thema
Die Magnetlagertechnologie kommt immer dann zum Einsatz, wenn andere Lagerarten den technologischen Anforderungen nicht mehr gerecht werden können. Dies gilt vor allem für mittlere bis große Industrieanlagen mit sehr hohen Drehzahlen und einer Wellenmasse von bis zu mehreren Tonnen.
Zu den typischen Anwendungsfeldern für Magnetlager dieser Größenordnung zählen Elektro-Motoren, Gas- und Dampfturbinen sowie Kompressoren. Das Prinzip dabei: Bei einer aktiven elektromagnetischen Lagerung wird die Welle durch geregelte Magnetfelder zum Schweben gebracht und kann praktisch reibungsfrei in Rotation versetzt werden.
Sensoren messen die Abweichungen der Welle von ihrer Referenzlage
Sensoren messen dabei die Abweichungen der Welle von ihrer Referenzlage als Eingangsgröße für die Regel- und Leistungselektronik zur Einstellung der notwendigen Magnetkräfte. Die Fanglager dienen zur Ablage des Rotors bei ausgeschaltetem Magnetlager und zur Sicherheit für die Maschine, sollte es z. B. bei einem Stromausfall zum Absturz der Welle kommen.
Mit dem FAG Active Magnetic Bearing entwickelt Schaeffler eine standardisierte, systemübergreifende Kompletteinheit aus Magnet- und Fanglagern sowie entsprechenden Services. Schaeffler setzt als Fanglager Wälzlager ein, die nach einem Absturz der Welle erneut eingesetzt werden können.
Sie sind das Resultat jahrelanger Erfahrung im Bereich der Hochgenauigkeitsspindellager. Gleichzeitig ermöglicht der Einsatz langjährig erprobter und standardisierter Steuer- und Leistungselektronik von Siemens eine leichte Integration in die Maschinenarchitektur. Ziel ist die Entwicklung und Bereitstellung eines umfassenden Systembaukastens, mit dem sowohl vier- als auch fünfachsige Systeme aus einer Hand realisierbar sind.
(ID:42491638)