Bedenklich

Schlechte Schulbildung! Maschinenbau Ost braucht aber Lehrlinge

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Schulische Vorbildung und Sozialverhalten mangelhaft

Fast 78 Prozent der Maschinenbaubetriebe führten ihre Schwierigkeiten bei der Azubi-Suche darauf zurück, dass die Schüler nur mangelhaft auf die Anforderungen in der betrieblichen Praxis vorbereitet sind, wie es weiter heißt. Das sind 5 Prozent mehr als letztes Jahr. Ein Grund dafür könnten die pandemiebedingten Schulschließungen sein, welche die ohnehin vorhandenen Bildungslücken weiter aufgerissen haben könnten. Defizite in der schulischen Vorbildung ließen sich vor allem in Mathematik, in den Naturwissenschaften, Deutsch und Englisch beobachten. Die Unternehmen fordern seit Jahren, den Standard der Schulbildung anzuheben. „Anstatt Fächer und Lehrinhalte zu streichen, muss dringend mehr Wissen in den Themenfeldern Wirtschaft und Technik sowie in den Naturwissenschaften vermittelt werden“, fordert Köhn.

Die Unternehmen vermissen zudem grundlegende soziale Eigenschaften wie Motivation, Leistungsbereitschaft, Pünktlichkeit, Höflichkeit und eine altersgerechte Kommunikationsfähigkeit. Häufig haben Jugendliche auch falsche oder unzureichende Berufsvorstellungen. Deshalb sei es enorm wichtig, zügig die bestehenden Angebote zur Berufsorientierung an allen allgemeinbildenden Schulen auszubauen.

Unternehmen setzen auf Mix aus Bewährtem und Neuem

Die Maschinenbaubranche nimmt das Heft außerdem auch schon selbst in die Hand. So könnten Jungen und Mädchen in neun von zehn Unternehmen in einem Praktikum ausloten, ob der Beruf zu ihren Interessen passe. Ein Großteil der Betriebe präsentiert sich zudem auf klassischen Azubi-Messen und kooperiert parallel mit Schulen. Auch bauten immer mehr Betriebe ihre Aktivitäten in den sozialen Medien aus. 2022 nutzten bereits rund 59 Prozent der Unternehmen Social-Media-Kanäle (2017 waren es erst 25 Prozent). Die sozialen Netzwerke gehören für die meisten Jugendlichen zum Alltag, weshalb auch kleinere Betriebe, mutig diese neuen Kommunikationswege gehen sollten. „Wenn man dann die Kanäle auswählt, welche die Jugendlichen am meisten nutzen, lohnt sich der Aufwand“, macht Köhn Mut.

Zusätzlich zu den Betrieben engagiert sich der VDMA Ost auch rund um die Fachkräfte- und Nachwuchswerbung. Wichtige Bausteine sind unter anderem die virtuelle Ausbildungsmesse für Techniknachwuchs Techtalents, die Internetplattform Talentmaschine, die Nachwuchsstiftung Maschinenbau und die Kooperation von VDMA Ost und Cluster IT Mitteldeutschland.

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