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Auf dem Spielfeld erlebte man ihn als souveränen Schiedsrichter, der mehr als zwei Jahrzehnte für klare Entscheidungen sorgte. „Sicher entscheiden“ lautete so auch das Vortragsthema vom amtierenden Weltschiedsrichter Dr. Markus Merk: „Schiedsrichter müssen Entscheidungen in Bruchteilen von Sekunden treffen. Diese bestimmen über Sieg und Niederlage, Erfolg und Misserfolg. Idealerweise steht am Ende eine Win-Win-Situation, von der alle Parteien profitieren.“ Mit zahlreichen persönlichen Erlebnissen aus der Welt des Fußballs untermauerte Dr. Markus Merk seine Inhalte eindrucksvoll.
Er vermittelte Denkanstöße, wie man selbst sichere Entscheidungen treffen, aber auch andere zu sicheren Entscheidungen führen kann. Dabei müsse man mit Druck umgehen können, beim Fußball ebenso wie in der Wirtschaft, aber auch das Bewusstsein genießen: „Es ist schön, hier zu sein und entscheiden zu dürfen.“
Den Abschluss der Herbst-Collegtage machte Anselm Bilgri, ehemaliger wirtschaftlicher Leiter des Kloster Andechs. Unter dem Motto „Unternehmenskultur als Basis für nachhaltigen geschäftlichen Erfolg“ entführte er die Zuhörer ein Stück weit in die Welt des Heiligen Benedikt: „Ob in einem Unternehmen arbeitende Personen die Möglichkeit haben, sich zu entfalten und einzubringen, ist zunehmend eine Frage der Unternehmenskultur und der von Führungskräften vorgelebten Werte. Benedikt von Nursia beruft sich in seiner Regel auf wesentliche Führungstugenden, die auch heute nichts von ihrer Aktualität eingebüßt haben.“
Wer führen will, muss hinhören können
Bilgri zeigte den Zuhörern die Bedeutung von Gehorsam, Demut und Discretio auf: Gehorsam mit der Betonung auf der zweiten Silbe, dem Horchen, also einem genauem Hinhören, das sei gerade in der Führung von Menschen wichtig. Aber auch Demut, denn nur wenn Füh-rungskräfte dienen, sorgen sie dafür, dass jeder seine Arbeit gut erledigen und die gemeinsamen Ziele nachvollziehen kann. Und schließlich Discretio als die Gabe der Unterscheidung, welche die besonderen Fähigkeiten eines Mitarbeiters sind.
An zwei Tagen konnten die Unternehmer und Führungskräfte aus Deutschland, Österreich und der Schweiz wieder zahlreiche spannende Impulse, aber auch konkret umsetzbare Strategien mit nach Hause nehmen und ihre Unternehmen übertragen. „Die Collegtage sollen eine Energietankstelle für den Mittelstand sein“, wie es Dr. Dr. Cay von Fournier, geschäftsführender Gesellschafter von Schmidt-Colleg, abschließend ausdrückte, „schließlich brauchen Mittelständler viel Kraft, um den wirtschaftlichen Herausforderungen der nächsten Jahre standzuhalten“.
Die nächsten Collegtage finden am 27. und 28. März 2009 – wiederum in Bayreuth – statt.
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