Schleifperformance

Schleifen schlägt Drehen in der Großserie

Seite: 2/2

Anbieter zum Thema

Hochproduktives Duo aus Schleifmaschine und -werkzeug

Durch die oben genannten Vorteile seien Aeon-Schleifwerkzeuge prädestiniert, die Performance moderner Schleifanlagen, wie die der Grindstar von Junker, auch bei schwierig zu zerspanenden Werkstoffen voll zu entfalten. Das gilt etwa für das Schleifen von Düsen, Nadeln, Kolben, Ventilkörpern und Rollenlagern et cetera. Egal, ob von der Kurbelwelle bis zum Gewindebohrer, die Junker-Hochgeschwindigkeits-Schleifmaschinen kommen vor allem in der Automobil- und Werkzeugindustrie zum Einsatz – eben überall da, wo es auf hochpräzise Metallbearbeitung und passgenaue Schleifkonzepte ankommt.

Erwin Junker stellt mit der Grindstar nun ein Maschinenkonzept zur Verfügung, dass die Drehbearbeitung durch abrichtfreies Hochgeschwindigkeits-Einstechschleifen ersetzen kann. So könnten insbesondere bei der Bearbeitung von Großserien mit CBN als auch mit Diamant als Schleifmittel enorme Einsparpotenziale ausgeschöpft werden. Übrigens erlaubt das Konzept auch, dass ähnliche Teile, also Teilefamilien, zusammengefasst werden können. Damit wird auch bei kleineren Losgrößen eine wirtschaftliche Bearbeitung derselben möglich.

Hohe Prozesssicherheit mit 96 % Maschinenverfügbarkeit

Die komplette Bearbeitung in einer Maschine reduziert sowohl die Prozessrisiken als auch die Stillstandszeiten signifikant, heißt es weiter. Die Herstellung butzenfreier Teile sei so zu 100 % sichergestellt. Auch konvexe oder ebene Stirnflächen könnten bearbeitet werden. Und Werkstoffe, die bisher nicht gedreht werden konnten, lassen sich mit den aggressiven Werkzeugen bearbeiten. Natürlich ist so auch die Weich- und Hartbearbeitung möglich.

Die Grindstar arbeitet mit einer neuartigen Kühlmitteltechnik, die ihr Übriges dazu beiträgt, dass die Werkzeugstandzeiten maximiert werden, so Junker. Die Maschinenverfügbarkeit wird mit 96 % angegeben. Eine mannarme Produktion und Kostenvorteile durch Bearbeitung direkt vom Stangenmaterial verlängern die Liste der Pluspunkte.

Weg mit lästigen Arbeitsschritten, her mit präzisieren Bauteilen

Zwei unterschiedliche Bearbeitungsverfahren kommen übrigens in der Maschine zum Einsatz: das Trennschleifen und das Einstech- beziehungsweise Profilschleifen. Der maximale Synergieeffekt ergibt sich durch die Kombination der beiden, weil dann in nur einer Einspannung gearbeitet werden kann, sagt Junker. Eckhardt merkt an: „In der Praxis können im Vergleich zum Drehen so einige Arbeitssteps substituiert werden.“ Der Einsatz einer profilierten Schleifscheibe erlaube das Einstechschleifen der gesamten Werkstückkontur in sehr kurzer Zeit. In puncto Qualität sollen die Werkstücke verglichen mit konventionell (per Drehen) hergestellten eine wesentlich höhere Maßhaltigkeit haben.

Ventilnadeln in deutlich weniger als der halben Zeit fertigen

Ein gutes Beispiel aus der Praxis ist das Hochgeschwindigkeits-Einstechschleifen von Ventilnadeln für Einspritzdüsen. Denn werden im Drehautomaten mit dem Abtrennen etwa von der Stange, dem Vordrehen und dem Endprofilieren drei Arbeitsgänge fällig, sind es bei der Grindstar unter Einsatz der Norton-Winter-Aeon-Schleifscheibe mit dem Abtrennen und Hochgeschwindigkeits-Einstechprofilschleifen nur zwei, betonen die Experten. Die fertigen Teile sind gratfrei und weisen keine Spannmarken auf, heißt es weiter.

Eckhardt fasst zusammen: „Das Ergebnis heißt 6,9 s pro geschliffener Ventilnadel. Beim Drehprozess muss man mit 18,1 s rechnen! Übrigens sorgte die Aeon-Schleifscheibe bei diesem Feldtest auch nach 850.000 Gutteilen für die gleiche Oberflächenqualität wie sie die erste Ventilnadel hatte!“

(ID:46839039)