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Kombination der Prozessdaten aus den Schleifmaschinen mit Metadaten sichert die Qualität
Werden Maschinen noch mit einem Programm zur Prozessdatenaufzeichnung ausgestattet, das diese Informationen mit Metadaten verknüpft, sichert diese Option die Qualität und dient zur stetigen Prozessoptimierung, wie Ising ausführt. „Wir haben dafür Datacare entwickelt, das wir an jeder Maschine mit einem eigenen PC installieren," sagt Ising. Die Metadaten ermöglichen es, dass zu jedem prozessierten Auftrag die Informationen über das Werkzeug oder über die bearbeiteten Werkstücke hinterlegt werden können. Die Daten können auch von nachgeschalteten Messgeräten stammen. Datacare soll helfen, Prozesse besser zu verstehen und dadurch die kontinuierliche Prozessverbesserung zu unterstützen.
Für die Entwickler bei ELB-Schliff und aba Grinding Technologie haben moderne Profilschleifmaschinen generell ein hohes technisches Niveau erreicht; eine Tatsache, die dazu führe, dass die noch möglichen, rein funktionellen Optimierungen begrenzt sind. „Wenn wir den Kundennutzen in den Mittelpunkt stellen, müssen wir die Aufgabe ganzheitlich betrachten,“ sagt Lothar Ophey, Geschäftsführer von ELB-Schliff und aba Grinding. Um das zu erreichen habe man sich die Denkweise der Automobilindustrie zu eigen gemacht und auf das Schleifen übertragen. „Hier gilt es, das Ineinandergreifen sowie das Optimieren der einzelnen Produktionsschritte unter Berücksichtigung aller erforderlichen Tätigkeiten zu einem effektiven Komplettprozess zu vereinen“, so Ophey weiter.
Neue Herangehensweise an den Schleifprozess halbiert Bearbeitungszeiten
Das bedeute, den Herstellprozess eines Werkstückes von den vor- bis zu den nachgelagerten Arbeitsschritten inklusive Messoperationen und Werkzeugwechsel zu betrachten. Ophey berichtet, dass sein Unternehmen mit dieser unkonventionellen Herangehensweise im Vergleich zu den üblichen Verfahren deutliche Stückzeitverkürzungen erreicht hat; im Idealfall konnten die Bearbeitungszeiten halbiert werden.
Dieses Ergebnis wurde laut Ophey etwa dadurch erreicht, dass man den Automationsgrad beim Teilehandling beispielsweise mit Robotern erhöhte und vorausgehende Zerspanungsoperationen ersetzte oder erfolgreich in die Anlagen intergrieren konnte. Der Experte meint, dass solche, den Workflow optimierenden Maßnahmen auch noch bei der Loßgröße 1 für eine wirtschaftliche Fertigung sorgen können.
Die momentan dominierenden technischen Herausforderungen sieht der Geschäftsführer vor allem beim Schleifen von Materialien wie Titanaluminiden, Nickel-Werkstoffen sowie Gläsern und Keramiken. Besonders beim automatisierten und wirtschaftlichen Schleifen kleiner Losgrößen wollen ELB und aba ihre führende Position weiter ausbauen. Mit den Besuchern der EMO 2013 ist eine intensive Kommunikation über zukunftsfähige Schleiflösungen vorgesehen. ELB wird seinen Schwerpunkt diesmal auf Schleifzellen mit einem Leitstand für das Prozessmonitoring und -analyse fokussieren.
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