Messtechnik

Schneidplatten schnell und automatisch vermessen

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Anforderungsprofil: Kompakt und schnell

„Zur Messung der vielen Platten haben wir bis vor Kurzem eine bestehende, automatisierte Messanlage genutzt, die jedoch bereits im Jahr 2011 an ihre Kapazitätsgrenzen gelangte“, berichtet Daniel Scheiber, Qualitätsbeauftragter der Produktionslinie Pressen bei Ceratizit. „Deshalb suchten wir nach einer neuen Messzelle, die zum einen sehr kurze Taktzeiten erreicht und zum anderen möglichst kompakt sein sollte.“ Auf der internationalen Fachmesse für Qualitätssicherung Control in Stuttgart erlebten die Tiroler das flexible Mess- und Automatisierungskonzept BMK von Blum-Novotest zum ersten Mal. Eine solch kompakte Messzelle, welche Automatisierung und Messtechnik vereint, hatten sie bisher bei keinem anderen Hersteller gesehen.

Zu diesem Zeitpunkt waren zwar schon mehrere BMK 3 bei einigen Kunden erfolgreich im Einsatz, allerdings kamen bei Ceratizit zwei Herausforderungen hinzu: Die geforderte Taktzeit und die hohe Messgenauigkeit beziehungsweise die zu messende Geometrie. Denn an diesen Wendeschneidplatten gibt es keine ebene Fläche, die Schneiden sind bombiert. So lassen sie sich mit herkömmlichen Methoden nur sehr schlecht messen – vor allem nicht in der Genauigkeit, wie sie im Lastenheft gefordert wurde. Deshalb erkannten die Spezialisten von Blum sehr schnell, dass sie ein hochauflösendes optisches Messsystem würden einsetzen müssen. Kamerasysteme hatten sie bisher nur zur Lage- oder Geometrieerkennung eingesetzt, nicht zum Messen von Toleranzen im Mikrometerbereich. Die geforderte Taktzeit von 3,5 s veranlasste sie dazu, statt eines herkömmlichen Roboterarms einen sehr schnellen Deltaroboter einzusetzen, wie er normalerweise im Pick-and-Place-Bereich in der Verpackungstechnik zum Einsatz kommt.

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